Namibia Reiseguide

Abgestorbener Baum auf kargem Untergrund, im Hintergrund rote Dünen (Deadvlei in Namibia)

Namibia ist ein beeindruckendes Land und eines der ganz, ganz wenigen Länder, in die ich ganz bewusst ein zweites Mal reiste. In diesem Namibia Reiseguide bekommst du alle wichtigen Infos, um deine Reise ins südliche Afrika zu planen. Wir geben dir hilfreiche Tipps & Tricks, damit deine Reise wirklich zur Traumreise wird.

Inhalt

Unendliche Weite in Namibia

Namibia ist eines der dünnstbesiedeltsten Länder der Welt. Auf einer Fläche von über 800.000 km² (was mehr als doppelt so groß ist wie Deutschland) leben gerade einmal 2 Millionen Einwohner. Nur die Mongolei kann das noch toppen. 

Abgesehen von der Hauptstadt Windhoek gibt es nicht wirklich Großstädte in Namibia, sondern eher kleiner Städte, Dörfer und Siedlungen. In Namibia findest du einfach unendliche Weite, wunderschöne Sternenhimmel am klaren Nachthimmel und eine tiefe Ruhe. Das ist es, was Namibia ausmacht. 

Infrastruktur in Namibia

Grundsätzlich ist die Infrastruktur in Namibia in allen Bereichen sehr gut. Es ist als Tourist sehr einfach zu bereisen und man trifft auf einen recht hohen Standard. Die Namibier wissen, wie Tourismus funktioniert und sind perfekt darauf eingestellt.

Straßen und Verkehr

Die Straßen in Namibia sind gut ausgebaut. Seit 2017 gibt es Autobahnen im Land – die sogenannten A-Straßen. Diese sind, ebenso wie die sogenannten B-Straßen, immer asphaltiert. Zudem gibt es zahlreiche Schotterstraßen, genannt „Pads“. Auch diese sind größtenteils in einem wirklich guten Zustand und werden regelmäßig geebnet. Nur auf wenigen Straßen erlebst du wirklich noch die „afrikanische Massage“. In der Regenzeit und im Nordwesten Namibias sowie auch in den Nationalparks ist dennoch ein Fahrzeug mit Allradantrieb auf jeden Fall zu empfehlen. 

Aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte begegnest du außerhalb von Windhoek und den üblichen „Touri-Hotspots“ nur wenigen Autos auf den Straßen. Auch mit Parkplätzen gibt es dadurch fast nie Probleme. Achtung: In Namibia herrscht Linksverkehr – du fährst also auf der „falschen“ Straßenseite.

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind hingegen weniger gut ausgebaut. Die Zugstrecken werden fast ausschließlich für den Gütertransport genutzt, nur die Strecke zwischen Swakopmund und Windhoek kann auch von Personen genutzt werden. Die Buslinien sind nicht auf Touristen ausgelegt und verbinden deshalb eher Ziele, die für die Namibier wichtig sind. Touristische Attraktionen zählen nicht unbedingt dazu. 

In den Städten kannst du außerdem recht günstig mit dem Taxi unterwegs sein. Wir empfehlen dir jedoch die einfachere und auch sicherere Variante: LEFA**. Die App funktioniert genau wie Uber. Du kannst deine Kreditkarte hinterlegen und dann auch ganz einfach bargeldlos unterwegs sein. 

Schotterstraße im Wald auf dem Weg zum Wartenberg Plateau - Namibia
Toyota Hilux auf Schotterpiste in Namibia mit Bergen im Hintergrund

Unterkünfte & Campsites

Der Standard für Unterkünfte jeglicher Art ist in Namibia sehr hoch. Es gibt überall zahlreiche Lodges und Campingplätze, die wirklich hervorragend ausgestattet sind.

In den Städten gibt es natürlich klassische Hotels, ansonsten findet man vorrangig Lodges. Dabei übernachtest du in kleinen Bungalows. Die Anlagen verfügen fast immer über ein eigenes Restaurant und einen Pool und sind in der Regel sehr gepflegt. Auch der Service ist erstklassig. Dafür ist jedoch auch das Preisniveau ziemlich hoch. Je nach Saison solltest du pro Nacht pro Unterkunft mind. 150 – 250 Euro einplanen. Nach oben gibt es keine Grenzen – du findest auch sehr luxuriöse Unterkünfte für 1.500 Euro pro Nacht.

Viele Lodges haben auch einen Campingplatz auf ihrem Gelände. Dabei dürfen die Einrichtungen der Lodge, wie z.B. der Pool, mit genutzt werden. Zusätzlich gibt es aber auch zahlreiche andere Campingplätze, die von der Straße aus gut ausgeschildert sind. Jeder Campingplatz verfügt in der Regel über einen eignen Stromanschluss und meist auch über Wasser. Bei den „Private Campsites“ hast du sogar ein eigenes kleines Häuschen mit Dusche und WC. Die Preise dafür bewegen sich in der Regel zwischen 30 und 40 Euro pro Nacht (für zwei Personen). In den Nationalparks ist es natürlich etwas teurer.

In der Hauptsaison (von Ende April bis September) empfehlen wir dir, die Unterkünfte vorher zu buchen, da zu dieser Zeit sehr viele Touristen im Land sind und es sonst schwer werden kann, etwas zu finden. Wir waren im März unterwegs und haben immer spontan etwas bekommen – auch ohne Reservierung. Ausnahme sind die Nationalparks: Wenn du direkt in  den Parks übernachten möchtest, solltest du unbedingt vorab buchen. Die Camps im Etosha Nationalpark sind tlw. bereits über Monate vorweg ausgebucht.

Camping mit Dachzelt - Canyon Road House Namibia
Campsite im Sossusvlei im Sonnenuntergang

Supermärkte & Restaurants

Grundsätzlich gibt es in jedem Ort mindestens einen Minimarkt, in dem du das Wichtigste kaufen kannst, wie z.B. Nudeln, Dosenartikel, Kartoffeln und Grillfleisch. In den großen Supermärkten, wie z.B. Spar ist die Auswahl richtig gut – fast so gut wie in Deutschland. Außerhalb der größeren Städte ist die Auswahl eingeschränkt. Wir haben mehrfach erlebt, dass die Hälfte der Regale leer war und kaum frisches Obst und Gemüse vorhanden war. 

Deshalb empfehlen wir dir, für größere Einkäufe unbedingt die größeren Städte zu nutzen und ein paar Tage vorauszuplanen. Auch in den Nationalparks gibt es nur kleine Kioske – für den Notfall sind diese super, aber die Auswahl ist natürlich sehr eingeschränkt.

In den Städten, insbesondere in Windhoek, Lüderitz und Swakopmund, findest du eine gute Auswahl an Restaurants. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, kein Abendessen in der Unterkunft zu buchen und umherzuschlendern. 

In den etwas abgelegeneren Gegenden wird es schon etwas schwieriger. Jedoch haben nahezu alle Lodges auch ein eigenes Restaurant. Oftmals inkludieren die Übernachtungspreise auch bereits Frühstück und Abendessen – was auch sinnvoll ist, weil es kaum bis keine Alternativen gibt. 

Für deine Reisevorbereitung

Kosten & Preisniveau in Namibia

Namibia ist, wie die meisten afrikanischen Länder, ein eher hochpreisiges Reiseland. Auf den ersten Blick mag das seltsam erscheinen, da das Einkommen in diesen Ländern sehr gering ist.

Es gibt verschiedene Gründe dafür. Einerseits werden die Einnahmen genutzt, um Natur und Umwelt zu schützen, insbesondere in den Nationalparks. Weiterhin muss in Namibia natürlich auch viel importiert werden und die Transportwege sind sehr weit.

In den Supermärkten sind die Preise grundsätzlich ähnlich wie in Deutschland, einige Produkte sind teurer, andere günstiger. In den Restaurants sind die Preise etwas günstiger als in Deutschland, insbesondre bei den Getränken. Für ein großes Bier haben wir nie mehr als 2,00€ gezahlt, für ein richtig gutes Gericht (z.B. bestehend aus Fisch oder einem guten Steak mit Beilagen) nicht mehr als 12,50 €.

Hotels sind unserer Erfahrung nach etwas günstiger als in Deutschland (wobei wir in Deutschland selten in Hotels übernachten), Lodges hingegen deutlich teurer, wobei es da enorme Unterschiede gibt. Wir haben in einer hervorragenden Lodge übernachtet für ca. 100 € pro Person und pro Nacht, haben aber auch Angebote für 1.000 € pro Person und pro Nacht gesehen.

Zur Übersicht haben wir hier einmal unsere Kosten aufgeschlüsselt. Dinge, die wir uns persönlich gekauft haben, Postkarten sowie Geschenke für Freunde und Familie haben wir nicht mit eingerechnet.

Unsere Kosten für 21 Tage

Die beste Reisezeit

Grundsätzlich kann man Namibia ganzjährig gut bereisen. Da sich das Land auf der Südhalbkugel befindet, sind die Jahreszeiten genau gegensätzlich zu Europa. Im namibischen Sommer liegt die Regenzeit, die ungefähr von November/Dezember bis März/April andauert.

Während der Regenzeit solltest du mit kurzen, jedoch teils sehr heftigen Regenfällen rechnen. Da einige Straßen durch Flussbetten verlaufen, die den größten Teil des Jahres trocken sind, solltest du bzgl. deiner Routen in dieser Zeit ggf. etwas flexibel sein.

Insgesamt ist Namibia jedoch ein sehr trockenes Land und auch in der Regenzeit wird es niemals durchgehend regnen.Der Regen fällt meist auch sehr punktuell – wenige Kilometer weiter kann es schon ganz anders aussehen. 

Insgesamt gibt es verschiedene Klimazonen – während es in der Namib ganzjährig sehr heiß ist, ist es an der Küste, insbesondere um Swakopmund, eher kühler. Der Caprivi-Streifen ist klimatisch ganz anders, die Luftfeuchtigkeit ist hier deutlich höher als im Rest des Landes.

Im namibianischen Sommer wird es sehr heiß, 40 Grad sind keine Seltenheit. Die Winter sind tagsüber auch sehr angenehm mit über 20 Grad, jedoch kann es insbesondere in der Wüste nachts sehr kalt werden, teilweise sinken die Temperaturen unter den Nullpunkt.

Für Tierbeobachtungen ist die Zeit zwischen Juli und Oktober am empfehlenswertesten, was auch die Hauptreisezeit für Namibia ist. In dieser Zeit ist es echt trocken im Land, sodass die Tiere tegelmäßig zu den Wasserlöchern kommen. So hast du die besten Chancen, Tiere zu erspähen.

Wir haben Namibia im März bereist und haben nur einmal einen richtigen Regenschauer erlebt, der auch nur ca. 15 Minuten andauert. Da die Regenzeit eher trocken war, haben wir auch sehr viele Tiere gesehen. In dieser Zeit haben viele Tiere gerade Junge, sodass wir ganz viele Tierbabys gesehen haben – so niedliche Fotomotive!

Löwin im Etosha Nationalpark
Trinkende Elefantenmutter mit Jungem am Wasserloch im Etosha Nationalpark - Namibia

Routenvorschläge

Es gibt ganz verschiedene Routen, auf denen man Namibia erkunden kann. Beachte, dass das Land sehr groß ist und die Distanzen somit sehr weit sein können. Außerdem sind die Straßen nicht mit deutschen Autobahnen zu vergleichen. Deshalb empfehlen wir dir, ausreichend Zeit für deine Reise einzuplanen.

Wir waren insgesamt drei Wochen in Namibia unterwegs und haben uns für eine recht klassische Route entschieden, die unserer Meinung nach die wichtigsten Highlights beinhaltet und die wir dir absolut empfehlen können:

gelbe Namibia Karte mit eingezeichneter Route
  1. Windhoek (1 Übernachtung) 
  2. Kalahari (1 Übernachtung) 
  3. Fish River Canyon (1 Übernachtung) 
  4. Knochenköcherwald (1 Übernachtung) 
  5. Lüderitz (1 Übernachtung) 
  6. Kollmanskoppe (Übernachtung in Helmeringhausen)
  7. Sossusvlei (2 Übernachtungen)
  8. Swakopmund & Walvis Bay (2 Übernachtungen) 
  9. Skeleton Coast (Übernachtung in Palmwag) 
  10. Twyfelfontein (1 Übernachtung)
  11. Etosha (4 Übernachtungen im Nationalpark) 
  12. Waterberg (1 Übernachtung)
  13. Windhoek (1 Übernachtung)

Drei Wochen sind nicht genug, um das ganze Land komplett zu erkunden. Es gibt einige Ecken, insbesondere im Norden des Landes, die wir auf unserer Reise nicht gesehen haben, die jedoch wirklich toll sein sollen und die wir bei einer erneuten Reise nach Namibia sicher einplanen würden:

  • Spitzkoppe: Das namibische „Matterhorn“ stand eigentlich auf unserem Plan. Jedoch mussten wir uns aus Zeitgründen dann entscheiden zwischen der Skeleton Coast und der Spitzkoppe – und haben uns gegen die Spitzkoppe entschieden. Beim nächsten Mal würden wir es auf jeden Fall einplanen – es soll am Fuße der Spitzkoppe ein tolles Camp geben und hervorragende Wandermöglichkeiten, die wir gern mal austesten möchten.
  • Epupa Falls: Die Wasserfälle im Norden des Landes, an der Grenze zu Angola, habe ich persönlich bei meiner ersten Reise nach Namibia 2017 besucht. Auf dieser Reise haben wir uns dagegen entschieden, da es nicht so richtig auf unsere Route passte. Die Straßen in dieser Region sind tlw. auch wirklich schlecht, sodass man etwas mehr Zeit braucht. Insgesamt sind die Wasserfälle aber toll und empfehlenswert!
  • Caprivi Streifen: Im Gegensatz zum sonst recht trockenen Teil des Landes ist der Caprivi Streifen eine sehr grüne Region mit vielen Wäldern und Flüssen. Der Caprivi Streifen befindet sich im Nordosten Namibias, zwischen Angola, Sambia und Botswana. Hier leben große Tierherden, besonders Büffel und Nilpferde. Die Region ist noch sehr ursprünglich und es gibt verschiedene Nationalparks. Übrigens ist der aus der Kolonialzeit stammende Name „Caprivi“ nicht mehr ganz korrekt – es sind die Regionen Kavango West, Kavango Ost und de Zambezi-Region.

Camping & Autovermietung in Namibia

Namibia ist eine tolle Selbstfahrer-Destination. Wir können es deshalb nur absolut empfehlen, ein Auto zu mieten und das Land auf vier Rädern zu erkunden. Ein Geländefahrzeug mit Allrad-Antrieb ist dabei die beste Variante. So kannst du alle Ecken des Landes und der Nationalparks bedenkenlos erkunden.

Die Autovermietungen bieten sehr gut ausgestattete Fahrzeuge an, egal ob mit oder ohne Campingausrüstung. Wir haben uns für Asco Car Hire** entschieden, mit denen wir sehr zufrieden waren. Die Preise waren fair, das Auto hat uns mit seiner Ausstattung echt überzeugt und auch mit dem Service vor Ort waren wir sehr zufrieden. Die Station befindet sich im Zentrum Windhoeks, jedoch wird ein kostenfreier Flughafentransfer angeboten.  

Auf der Reise haben wir auch sehr viele Fahrzeuge von Namibia2Go** gesehen, was ebenfalls eine sehr große und bekannte Autovermietung in Namibia ist. Auch hier werden verschiedene Modelle angeboten – mit oder ohne Dachzelt – und die Autos waren ebenfalls in einem sehr guten Zustand.

Flüge nach Namibia

Derzeit gibt es Direktflüge von Frankfurt nach Windhoek mit Discover. Innerhalb von ca. 10,5 Stunden bist du mit dieser Verbindung in Namibia. 

Wir haben uns aus Kostengründen für einen Flug mit Condor über Johannesburg entschieden. Insgesamt waren wir dabei ca. 15 Stunden unterwegs inkl. Umsteigezeit, die wir dank der Amex Platinum Card* sehr bequem in der Lounge verbracht haben. 

Alternativ gibt es derzeit auch eine Verbindung mit Ethiopian Airlines über Addis Abeba, die zeitlich sehr ähnlich ist wie unsere gewählte Verbindung über Johannesburg.

Knochenköcherbaum Namibia
Verlassenes Bahnhofsgebäude in der Wüste in Namibia

Good to know

Dokumente & Einreise

Für die Einreise nach Namibia benötigst du einen gültigen Reisepass, der mindestens sechs Monate über das Ausreisedatum hinaus gültig ist und mindestens zwei freie Seiten enthält.

Ab dem 1. April 2025 reicht ein Reisepass allein aber nicht mehr – deutsche Staatsangehörige brauchen dann für touristische Aufenthalte ein Visum. Standardmäßig wird es für 30 Tage ausgestellt und erlaubt in der Regel mehrere Einreisen („multiple entry“). Falls du länger bleiben willst, kannst du es vor Ort beim namibischen Innenministerium auf bis zu 90 Tage pro Jahr verlängern.

Du hast drei Möglichkeiten, dein Visum zu bekommen:

Außerdem musst du bei der Einreise ein Formular ausfüllen, in dem du unter anderem deine Passdaten, die Adresse deiner Unterkunft in Namibia und den geschätzten Betrag angibst, den du dort ausgeben wirst. Am besten hast du die Adresse deiner ersten Unterkunft direkt parat. Das gleiche Formular musst du dann auch bei der Ausreise noch einmal ausfüllen.

Gesundheit

In Namibia gilt deine deutsche Krankenversicherung nicht. Kümmere dich deshalb unbedingt um eine Auslandskrankenversicherung. Wir empfehlen dir, darauf zu achten, dass auch der Krankenrücktransport mit versichert ist. 

Einige Teile im Norden des Landes zählen zum Malaria-Gebiet, auch wenn das Risiko gering ist. Wir haben uns gegen Malaria-Prophylaxe entschieden, haben jedoch in der Dämmerung immer darauf geachtet, uns gegen Mücken zu schützen. In Namibia gibt es sehr guten Moskito-Schutz „Peaceful Sleep“ – den bekommst du in den meisten Supermärkten und er hilft unserer Erfahrung nach deutlich besser als die in Deutschland erhältliche Mittel. Bezüglich der Malaria-Prophylaxe empfehlen wir dir, am besten mit deinem Arzt Rücksprache zu halten und eine gute Entscheidung für dich zu treffen. 

Sicherheit & Kriminalität

Namibia gilt insbesondere im afrikanischen Vergleich nach wie vor als sicheres Reiseland mit stabilen politischen Verhältnissen. Dennoch blickt das Land auf eine sehr bewegte Vergangenheit zurück, die auch dazu geführt hat, dass sich eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gebildet hat. Diese ist nicht nur auf die Hautfarbe zurückzuführen, jedoch ist der dunkelhäutige Teil der Bevölkerung sehr viel häufiger von Armut betroffen. 

Trotz der geringen Bevölkerungsdichte ist die Arbeitslosigkeit im Land sehr groß, insbesondere bei der jungen Bevölkerung. Auch wenn diese in den letzten Jahren bereits leicht zurückgegangen ist, liegt die Arbeitslosenquote immer noch bei knapp 20 % (Quelle: Statista) bzw. bei sogar knapp 40 % in der Altersgruppe zwischen 15 bis 24 Jahre (Quelle: The Global Economy).

Ein großer Teil der Bevölkerung kämpft ums Überleben, während ein kleiner Teil (oftmals die Nachkommen der früheren Kolonialmächte) in guten Verhältnissen lebt und zahlreiche Touristen ins Land kommen, die in luxuriösen Unterkünften ihren Urlaub genießen. Ohne es gutheißen zu wollen, ist es irgendwie verständlich, dass es dabei zu Diebstählen kommt, leider auch zu bewaffneten Überfällen. Davon ist insbesondere Windhoek betroffen, da hier die Gegensätze sehr nah beieinander liegen.

Dennoch ist das kein Grund, von einer Reise nach Namibia abzuraten. Im Gegenteil – Wir haben uns im Land immer sehr sicher gefühlt. 

Wir empfehlen dir, ein paar Grundregeln zu beachten, um dich zu schützen:

  • Verriegle dein Auto immer ab – sowohl beim Parken, als auch während der Fahrt.
  • Achte beim Verlassen des Autos darauf, keine Wertgegenstände sichtbar auf den Sitzen liegen zu lassen. 
  • Bewege dich nachts nicht zu Fuß in Windhoek, nutze am besten die App LEFA.
  • Sei vorsichtig, wenn jemand dich bittet, anzuhalten und nimm keine Anhalter mit, die du nicht kennst.
  • Sei achtsam am Geldautomaten.

Wir wollen dir damit keine Angst machen, sondern dich ein bisschen für die Situation im Land sensibilisieren. Unserer Einschätzung nach kannst du bedenkenlos deine Reise nach Namibia antreten.

Marianne auf der Düne 45 zum Sonnenaufgang im Sossusvlei in Namibia
Abgestorbene Bäume im Deadvlei in Namibia

Unser Fazit

Eine Reise nach Namibia ist ein absoluter Traum! Wenn du wunderschöne Landschaften und eine beeindruckende Tierwelt erwartest, wirst du nicht enttäuscht werden. 

Wenn du Fragen hast oder mehr wissen möchtest, schreib uns gerne! Wir freuen uns immer über Post.

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