Namibia kann man auf vielfältige Art und Weise bereisen. Wir möchten dir einen Einblick geben, welche Unterkünfte in Namibia für dich möglich sind und welches Budget du einplanen solltest. Außerdem teilen wir alle Lodges, Hotels und Campingplätze mit dir, die wir auf unserer dreiwöchigen Reise genutzt haben – mit unserer ganz persönlichen Einschätzung.
Inhalt
Welche Unterkünfte gibt es?
Während einer Reise stehen dir verschiedene Unterkünfte in Namibia zur Verfügung. Dabei hast du die Qual der Wahl. Denn die touristische Infrastruktur ist im ganzen Land wirklich gut und dir wird ein ziemlich hoher Standard geboten – ganz egal, ob du dich für Camping oder Lodges entscheidest.
Eines haben nahezu alle Unterkünfte in Namibia gemeinsam: Du übernachtest in einer traumhaften Landschaft und kannst meist wunderschöne Ausblicke genießen.
Variante 1: Hotels & Guesthouses
Klassische Hotels gibt es in Namibia vorrangig in den größeren Städten, insbesondere in Windhoek, Lüderitz und Swakopmund. Hier sind auch größere bekannte Hotelketten ansässig.
In den ländlicheren Regionen gibt es weniger Hotels, sondern eher kleinere Guesthouses. Diese gibt es häufig auf Farmen, wo ein paar Gästezimmer angeboten werden – ähnlich wie in einer Pension.
Variante 2: Lodges
Die meisten „festen“ Unterkünfte in Namibia sind Lodges. Diese bestehen meist aus ein bis zwei Haupthäuser mit Rezeption und Restaurant sowie zahlreiche Nebengebäude, in denen sich die Gästeunterkünfte befinden. Somit hast du meist einen eigenen kleinen Bungalow für dich.
Lodges sind die wohl häufigste Form von Unterkünften in Namibia. Der Standard ist dabei sehr hoch und es gibt wirklich zahlreiche wunderschöne Lodges. Frühstück und Abendessen sind im Übernachtungspreis fast immer inklusive – was auch sehr sinnvoll ist, da es meist keine alternativen Restaurants in der näheren Umgebung gibt.
Viele Lodges in Namibia verfügen außerdem über ein recht weitläufiges Gelände. Oft werden auch Aktivitäten wie Sundowner-Fahrten o.ä. angeboten. Ein Aufenthalt in einer Lodge ist also ein wirklich tolles Erlebnis – was aber auch recht kostspielig werden kann. Du solltest mind. 100 € pro Person pro Nacht einplanen – je nach Lage und Exklusivität können die Preise jedoch auch auf 1.000 € pro Person pro Nacht steigen. In der Hochsaison sind die Preise ebenfalls höher.
Variante 3: Campsites
Camping ist in Namibia weit verbreitet. Es gibt zahlreiche Campsites überall im Land, die wirklich sehr gut ausgestattet sind. Alle Campsites, die wir besucht haben, hatten eine eigene Grill- und Feuerstelle, meist auch einen eigenen Strom- und Wasseranschluss.
Oft gibt es auch Private Campsites, bei welchen jeder Campingplatz ein eigenes kleines Häuschen mit Dusche und WC hat – das ist wahrer Luxus!
Die Campsites befinden sich oftmals auch auf dem Gelände von Lodges. Ein großer Vorteil ist dabei, dass alle Annehmlichkeiten der Lodge, wie z.B. Pools, mit genutzt werden können. Es gibt aber natürlich auch komplett eigenständige Campingplätze.


Was du beachten solltest
Wo finde und buche ich Unterkünfte in Namibia?
Das ist etwas abhängig davon, welche Unterkunftsart du bevorzugst und ob es sich um Unterkünfte in Nationalparks handelt.
- Lodges und Hotels findest du größtenteils auf booking.com und anderen bekannten Buchungsportalen.
- Campingplätze haben wir größtenteils auf Google Maps gesucht – da sind auch kleinere Anlagen eingezeichnet. Campingplätze, die zu Lodges gehören, findest du oftmals auch über booking.com.
- NWR (Namibia Wildlife Resorts) haben einige Lodges und Campingplätze direkt in den Nationalparks an. Eine Übersicht und Buchungsmöglichkeiten findest du hier.
- Für die Unterkünfte im Etosha Nationalpark gibt es eine spezielle Seite, über welche du diese anfragen kannst. Dieser Prozess ist etwas umfangreicher und kann ein paar Tage dauern.
Sollte ich Unterkünfte in Namibia vorab reservieren?
In erster Linie ist das davon abhängig, wann du nach Namibia reist. In der Hauptsaison, welche von Ende April bis September geht, empfehlen wir dir, auf jeden Fall alle Unterkünfte (auch Campingplätze) vorab zu buchen. Uns wurde vor Ort mehrfach erzählt, dass selbst die großen Campingplätze dann oftmals komplett ausgebucht sind.
In der Nebensaison ist es unserer Meinung nach nicht notwendig, Campingplätze vorab zu reservieren. Wir haben wirklich immer spontan etwas bekommen und haben an keiner Stelle eine Absage erhalten. Auch Lodges waren immer noch kurzfristig verfügbar – allerdings kommt man hier mit vorzeitigen Reservierungen oft deutlich preisgünstiger.
Eine Ausnahme sind die Nationalparks, insbesondere der Etosha Nationalpark. Es ist das Touristenziel Nummer eins in Namibia und die Zahl der Unterkünfte direkt im Park ist begrenzt. Egal, ob Saison oder nicht – hier solltest du auf jeden Fall vorab buchen. Einige Camps im Etosha Nationalpark sind bereits Monate vorher ausgebucht – deshalb empfehlen wir dir, diesen Teil deiner Reise zuerst fest zu planen. Weitere Infos zu den Unterkünften im Etosha Nationalpark findest du in unserem Blogartikel dazu.
Ist wildcampen in Namibia möglich?
Wildcampen ist in Namibia größtenteils nicht erlaubt. Es gibt auch wenig Stellen, an denen das tatsächlich so einfach möglich wäre, denn die meisten Gebiete sind tatsächlich Privatbesitz. Rechts und links der Straßen ist das Gelände deshalb fast immer großflächig eingezäunt, sodass du wenig attraktive Übernachtungsorte finden wirst.
Außerdem solltest du nicht vergessen, dass in Namibia Löwen, Leoparden und Co. unterwegs sind – auch außerhalb der Nationalparks. Wenn du dein Zelt einfach an einem Platz deiner Wahl aufstellst, weißt du nie, ob dies vielleicht der Lieblingsplatz eines Leoparden ist, der wenig begeistert sein wird von deiner Anwesenheit.
Wir empfehlen dir deshalb auf jeden Fall die offiziellen Campingplätze, die nicht wahnsinnig teuer sind und auch einige Annehmlichkeiten, wie Duschen, Toiletten, Wasser und Strom bieten – was in einem Wüstenland auch sehr viel wert ist.
Unsere Empfehlung: Gondwana Collection
Die Gondwana Collection ist eine Namibianische Lodge-Kette, die viel Wert auf Nachhaltigkeit legt. Sie hat zahlreiche Lodges überall im Land (außerhalb der Nationalparks). Viele dieser Lodges haben auch einen zugehörigen Campingplatz. Teilweise wird auch „Camping2Go“ angeboten. Das ist eine Art Glamping-Angebot, bei der du kein eigenes Equipment benötigst, sondern ein fertig aufgebautes Zelt mit Bett beziehen kannst.
Die Anlagen sind wirklich immer wunderschön – wir wurden nie enttäuscht. Auch als Camping-Gast kannst du alle Annehmlichkeiten der Lodges nutzen, z.B. Pools und Restaurants. Sowohl Lodge als auch die zugehörigen Campingplätze kannst du sogar ganz bequem über booking.com buchen.
Für uns ist die Gondwana Collection immer eine „sichere Bank“ gewesen. Wir konnten uns darauf verlassen, dass uns ein toller, sauberer und komfortabler Ort erwarten wird – zu einem fairen Preis.
Unsere Unterkünfte in Namibia
Windhoek: Chameleon Backpackers & Guesthouse
Für die erste Nacht in Windhoek haben wir uns für das Chameleon Backpackers entschieden. Grund für die Buchung war neben der zentralen Lage auch der angebotene Flughafentransfer zu einem fairen Preis. Das Zimmer war einfach, aber sauber und vollkommen ausreichend.
Insgesamt ist die Anlage recht hübsch mit einem kleinen Pool und viel grün. Vom ersten Moment an kommen richtige Hostel-Vibes auf und gerade als Alleinreisender kann man hier direkt ganz einfach neue Kontakte knüpfen. Von Chameleon Safaris werden Tagestrips sowie mehrtägige Touren und Safaris angeboten.
Das Frühstück hat uns persönlich nicht überzeugt, wobei man bei diesem Preis ehrlicherweise auch nicht zu viel erwarten darf. Es gab Toastbrot mit Marmelade und Erdnussbutter, Joghurt und Instant-Kaffee.
Unser Preis für eine Nacht inkl. Frühstück: 44,09 €
Gondwana: Kalahari Anib Lodge


Zweifellos eine unserer liebsten Unterkünfte auf unserer Reise. Mir ist diese Lodge bereits von meiner ersten Namibia-Reise 2017 in wunderschöner Erinnerung geblieben. Auch 2024 habe ich mich wieder in diesen Ort verliebt. Die Lodge ist so liebevoll und gepflegt angelegt, dass man sich sofort wohl fühlt.
Die festen Unterkünfte der Lodge sind geschmackvoll eingerichtet und auch die Campsites sind richtig gut ausgestattet mit Dusche, WC, Grillplatz und Sitzgelegenheiten. Alles war so weitläufig, dass wir unsere Campsite-Nachbarn weder gesehen noch gehört haben. Camping2Go-Unterkünfte sind auch vorhanden, die haben wir uns jedoch nicht angesehen.
Wenn man nicht nur am Pool entspannen möchte, bietet die Lodge auch verschiedene Aktivitäten an. Wir haben uns für den wunderschönen Sundowner-Drive entschieden. Dieser kostet ca. 38,00 € pro Person und dauert drei Stunden. Dabei fährt man zunächst über das weitläufige Gelände der Lodge, auf dem verschiedene Antilopen, Giraffen und Zebras beobachtet werden können. Das Highlight der Tour ist zweifellos der liebevoll zubereitete Sundowner auf den rot leuchtenden Dünen.
Unser Preis für eine Nacht (Campsite): 29,19 €
Gondwana: Canyon Roadhouse


Das Canyon Roadhouse hat einfach Charme! Hier dreht sich alles um Oldtimer und die ganze Anlage ist mit so viel Liebe zum Detail angelegt. Die originelle Einrichtung ist ein absolutes Highlight – schon allein deshalb lohnt sich ein Besuch im Canyon Roadhouse.
Auch hier gibt es neben den festen Unterkünften der Lodge zahlreiche Campsites, die zwar nicht so weitläufig sind und keine private Dusche/WC haben, aber dennoch liebevoll angelegt sind. Die sanitären Anlagen sind dennoch sehr sauber und wir haben uns rundum wohl gefühlt.
Vom Canyon Roadhouse sind es ca. 20 Minuten Fahrt zum Fish River Canyon, dem zweitgrößten Canyon der Welt. Die Lage war für uns somit perfekt, um gleich früh am Morgen den Canyon zu erkunden.
Unser Preis für eine Nacht (Campsite): 29,19 €
Quiver Tree Forest Rest Camp


Die Unterkunft befindet sich direkt am Knochenköcherwald. Als wir diesen tagsüber besuchten, fielen uns sofort die wunderschönen Nachtaufnahmen ins Auge mit den dunklen Bäumen vor der Kulisse des traumhaften Sternenhimmels. Insbesondere Freddy war davon so angetan, dass wir einen Tag später zurück kamen, um genau das zu erleben.
Neben dem Campingplatz gibt es auch hier eine Lodge. Der Pool war aufgrund der ausgefallenen Reinigungsanlage leider nicht nutzbar. Die Campsites hatten jeweils eine eigene Grillstelle sowie Strom- und Wasseranschluss. Private Dusche/WC gab es hier nicht. Wir waren ganz allein auf dem Campingplatz und hatten dadurch komplett unsere Ruhe. Die Campsites liegen aber recht dicht nebeneinander – wenn es ausgebucht ist, hat man sicher nicht so viel Privatsphäre.
Das absolute Highlight dieser Unterkunft ist der Zugang zum Knochenköcherwald auch nach Sonnenuntergang, wenn die Anlage eigentlich geschlossen ist. Für Fotografen ein spektakuläres Erlebnis! Allerdings ist die Nacht-Fotoerlaubnis nicht so ganz günstig, wobei diese niemals kontrolliert wurde und die Tore immer offen stehen.
Sehr befremdlich fanden wir die beiden „Haus-Geparden“, die in einem Käfig gehalten wurden und deren Fütterung eine Touristenattraktion darstellte.
Unser Preis für eine Nacht (Campsite inkl. Nacht-Fotoerlaubnis): 29,19 €
NWR: Shark Island Camp (Lüderitz)


Dieser Campingplatz besticht mit seiner spektakulären Lage direkt am Meer. Die kleine Halbinsel bei Lüderitz ist wunderschön und hat eine tolle Küstenlandschaft. Private Dusche/WC sind nicht vorhanden und die einzelnen Campsites sind nicht so weitläufig. Dennoch hat man genug Privatsphäre aufgrund der Felsen, die die einzelnen Campsites trennen.
Morgens und abends haben wir auf den Felsen gesessen und direkt aufs Meer geschaut – der Blick war einfach unbezahlbar. Der Campingplatz liegt recht zentral – nach einem kurzen Spaziergang ist man bereits im Zentrum von Lüderitz.
Eine feste Rezeption sucht man vergebens. Der Manager kommt regelmäßig mit seinem Pickups vorbei und kassiert am nächsten Morgen die Übernachtungsgebühr – alles total entspannt.
Unser Preis für eine Nacht (Campsite): 29,65 €
Helmeringhausen Hotel & Camp


Helmeringhausen steht sicher nicht bei jeder Namibia-Rundreise auf dem Programm. Für uns war es ein guter strategischer Zwischenpunkt auf dem Weg von Lüderitz zum Sossusvlei.
Der kleine Ort bietet neben einem kleinen Minimarkt ein Hotel, das neben ein paar Gästezimmern auch über zwei Campingplätze verfügt. Die ganze Anlage ist wirklich schön angelegt und sehr gepflegt. Uns hat der liebevoll angelegte Garten richtig gut gefallen.
Ein kleines Highlight ist der Sunset Point – von der Unterkunft aus führt ein ca. 10 minütiger Spaziergang auf einen Berg hinauf, wo sich eine hübsch angelegte Terrasse befindet. Der perfekte Ort, um den Sonnenuntergang zu genießen!
Unser Preis für eine Nacht (Campsite): 24,71 €
Sossusvlei: Sossus Oasis Camp


Das Sossus Oasis Camp bietet einen riesigen Vorteil: es befindet sich direkt im Nationalpark. Somit kannst du schon vor Sonnenaufgang in das ca. 30 Minuten entfernte Sossusvlei aufbrechen. Wir standen bereits auf der Düne 45, als die ersten Besucher, die außerhalb des Parks genächtigt hatten, das Eingangstor passieren durften. Ganz allein in der morgendlichen Stille auf die Düne zu klettern, war einfach unbezahlbar.
Das Camp ist sehr sauber und verfügt über Strom und Wasser sowie private Dusche/WC. Der Pool darf in der direkt benachbarten Campinganlage benutzt werden. Zwar befinden sich die Campsites für Namibianische Verhältnisse recht eng aneinander, dennoch können wir es auf jeden Fall empfehlen.
Unser Preis für zwei Nächte (Campsite): 80,00 €
Appartement in Swakopmund
Diese Unterkunft war für uns ein absoluter Glückstreffer – wir bekamen eine tolle und zentral gelegene Unterkunft zu einem unschlagbaren Preis.
In Swakopmund feierten wir unser „Bergfest“ der Reise. Deshalb war es uns wichtig, unsere Sachen waschen zu können. Über booking.com haben wir dieses schöne Appartement gefunden, in dem es sogar eine Waschmaschine gab.
Insgesamt war die Unterkunft sehr sauber, ansprechend eingerichtet und super ausgestattet. In der voll ausgestatteten Küche hätten wir super kochen können, wenn wir nicht in Restaurants gegangen wären.
Auch die Lage ist absolut top – sobald man aus der Tür tritt, sieht man schon den Strand und nach fünf Minuten zu Fuß ist man schon im Stadtzentrum. Alles ist fußläufig erreichbar. Uns fällt kein einziger Kritikpunkt ein zu dieser Unterkunft – absolute Herzensempfehlung!
Unser Preis für zwei Nächte: 58,00 €
Gondwana: Palmwag Lodge


Der Campingplatz der Palmwag Lodge ist definitiv eines unserer absoluten Highlights auf der Reise!
Es handelt sich wieder um ein Gelände der Gondwana Collection und neben dem Campingplatz gibt es feste Unterkünfte in der Lodge sowie Camping2Go-Unterkünfte.
Unser Campsite war perfekt ausgestattet – mit einem sauberen und superschönen privaten Häuschen (Dusche/WC), überdachtem Grillplatz, einer Sitzecke und Stromanschluss. Die Nachbarn konnten wir zwar sehen, aber es war dennoch recht weitläufig und der Ausblick war phantastisch – auf eine wunderschöne und relativ grüne Landschaft.
Die Lodge bietet auch ganz verschiedene Touren an, wie z.B. einen recht preisintensiven Rhino-Treck am Morgen (ca. 110,00 € pro Person). Wir haben jedoch an keiner dieser Tour teilgenommen.
Unser Preis für eine Nacht (Campsite): 29,19 €
Madisa Camp


Das Madisa Camp haben wir recht kurzfristig und zufällig auf Google Maps entdeckt, doch es war eine tolle Wahl. Es ist mit viel Liebe zum Detail angelegt und wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Hier hast du die Wahl zwischen Campsites mit geteilten Waschräumen sowie Private Campsites. Wir haben uns für letzteres entschieden, die wieder sehr weitläufig angelegt waren und uns richtig gut gefallen haben. Ganz begeistert waren wir von den super schön angelegten Bad-Häuschen mit offener Dusche.
Außerdem verfügt die Anlage über einen hübschen Pool und eine richtig coole Bar. Ein Highlight war auch ein kleiner Spaziergang auf den „Hausberg“ mit hervorragendem Ausblick zum Sonnenuntergang.
Unser Preis für eine Nacht (Private Campsite): 30,64 €
Etosha: Olifantsrus Camp


Das Olifantsrus Camp ist das neueste Camp im Etosha Nationalpark und die einzige Unterkunft, die lediglich Zeltplätze und keine „festen“ Unterkünfte bietet. Es befindet sich ganz im Westen des Nationalparks, der erst vor einigen Jahren für Besucher freigegeben wurde.
Es gibt 10 Campsites, die jeweils über einen eigenen Grillplatz sowie Strom- und Wasseranschluss verfügen. Dusche und WC befinden sich, wie überall im Etosha Nationalpark, in den gemeinsam genutzten Waschräumen.
Unser Highlight des Camps war das idyllisch angelegte Wasserloch, welches auch nachts beleuchtet ist und die Möglichkeit bietet, die Tiere ganz ungestört aus nächster Nähe zu beobachten. Wir konnten uns nicht sattsehen!
Unser Preis für eine Nacht (Campsite): 45,46 €
Etosha: Okaukuejo Camp


Das Okaukuejo Camp ist eines der drei Hauptcamps im Etosha Nationalpark und wohl das meistbesuchteste. Es ist nur ca. 10 bis 15 Autominuten vom Anderson Gate entfernt.
In diesem Camp gibt es verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten – für jedes Budget ist etwas dabei. Neben Campingplätzen hast du die Wahl zwischen klassischen Doppelzimmern bis hin zu großräumigen Chalets für die ganze Familie. Die Anlage ist ziemlich groß – mit zwei Pools, einem kleinen Minimarkt, einem Restaurant und einer Tankstelle.
Auch hier ist das Wasserloch eines der Highlights. Es gibt zahlreiche Bänke und auch eine kleine Tribüne, auf welcher du das Spektakel beobachten kannst, besonders zum Sonnenuntergang ist es ein tolles Erlebnis!
(Kleiner Tipp: Das Wasserloch wird per Webcam live übertragen – du kannst dich also schon zuhause auf dem Sofa auf deine Namibia-Reise einstimmen.)
Unser Preis für eine Nacht (Campsite): 42,50 €
Etosha: Namutoni Camp


Das Namutoni Camp ist eines der drei Hauptcamps und befindet sich im Osten des Parks, unweit des Von Lindequist Gates. Es wurde in einem ehemaligen Fort erreichtet, was dem Ganzen einen besonderen Charme verleiht.
Auch in Namutoni hast du die Wahl zwischen Chalets, Doppelzimmern und dem Campingplatz, wobei wir uns wieder für letzteren entschieden haben. Selbstverständlich gibt es auch einen Pool, einen Minimarkt, ein Restaurant und eine Tankstelle – ganz ähnlich wie in Okaukuejo und Halali (wo wir nicht übernachtet haben).
Uns hat das Namutoni Camp wirklich gut gefallen. Die Anlage ist deutlich kleiner als das Okaukuejo Camp und somit auch deutlich ruhiger. Jedoch ist das Wasserloch auch recht klein und für uns nach den Wasserlöchern in den vorherigen Camps auch weniger spektakulär.
Ein großer Pluspunkt des Camps ist die unmittelbare Nähe zur Fisher’s Pan, die für ihren Vogelreichtum bekannt ist. Wir haben hier gegen Abend sowohl Löwen als auch Geparden gesehen und waren sehr begeistert. Auch das Wasserloch „Klein-Namutoni“, was nur 5 Autominuten vom Camp entfernt ist, war für uns ein Highlight, an dem wir einen unserer schönsten Momente im Etosha erlebten.
Unser Preis für eine Nacht (Campsite): 41,51 €
Etosha Village
Nach den langen und erlebnisreichen Tagen im Etosha Nationalpark entschieden wir uns ganz bewusst für eine Unterkunft, die uns Raum zur Entspannung und Erholung bot. Dafür war diese Lodge der perfekte Ort für uns.
Sie ist sich nur ca. 5 Autominuten vom Anderson Gate des Etosha Nationalparks entfernt und ist somit ein perfekter Ausgangspunkt für einen Safari-Tag, sofern du nicht direkt im Park übernachten solltest.
Die ganze Anlage ist sehr weitläufig, liebevoll angelegt und super gepflegt. Trotz der Größe ist es nicht überlaufen und strahlt viel Ruhe aus. Neben der Rezeption befinden sich die Pools und das Restaurant. Daran grenzen die Unterkünfte an – beginnend mit den einzelnen Häuschen der Lodge und etwas weiter entfernt den Campsites. Wir haben uns in diesem Fall für die Lodge entschieden.
Die Bungalows sind sehr geräumig, stilvoll eingerichtet und mit Balkon und Terrasse ausgestattet. Außerdem hat jedes Häuschen einen eigenen überdachten Stellplatz, der auch für einen Geländewagen mit Dachzelt ausreichend groß ist.
Im Preis sind Frühstück und Abendessen (beides vom Buffet) inkludiert. Wir haben es sehr genossen – beide Mahlzeiten waren sehr reichhaltig und hochwertig. Besonders mochten wir die frisch gegrillten Steaks zum Abendessen – von Rind bis Kudu war alles dabei!
Die Lodge bietet auch verschiedene Ausflüge an – von Sundowner-Fahrten bis zu ganztägigen Pirschfahrten im Etosha Nationalpark. Wir haben diese jedoch nicht gebucht.
Unser Preis für eine Nacht (Lodge inkl. Frühstück und Abendessen): 176,34 €
NWR: Waterberg Camp
Da wir das Waterberg Plateau besuchen wollten, haben wir gezielt nach einem Campingplatz im Nationalpark gesucht. Von der Straße kommend, sind wir direkt auf das NWR-Camp aufmerksam geworden und da uns der Preis inklusive der Entrance Fee fair erschien, haben wir uns sofort dafür entschieden.
Der Campingplatz ist sehr weitläufig, mit einigen verwinkelten Ecken, und wir konnten uns selbst einen Platz aussuchen. Es gibt mehrere Häuser mit Duschen und WCs, verteilt über die Anlage, was bei der Größe sehr praktisch ist. Neben dem Campingplatz gibt es auch kleine Bungalows, die ebenfalls gemietet werden können. Für alle Gäste stehen ein Pool und ein Restaurant zur Verfügung.
NWR bietet auch eigene Touren in den Nationalpark an, der nicht mit dem eigenen Auto befahren werden darf. Wir haben uns für die ca. 4-stündige Nachmittagstour von 15.00 – 19.00 Uhr entschieden und dafür ca. 35,00 € pro Person gezahlt. Es war ein tolles Erlebnis – anders als im Etosha war hier alles noch viel unberührter und wir haben keine anderen Touristen gesehen. Die zwei Wasserlöcher, die wir auf der Tour besuchten, erreichten wir durch einen kleinen, geschützten Gang zu Fuß und konnten schließlich von einer kleinen Schutzhütte aus Büffel und Nashörner beobachten.
Wer keine Tour buchen möchte, kann ein paar kleinere Wanderungen unternehmen und das Plateau auch zu Fuß erklimmen. Dafür bekommst du an der Rezeption eine kleine Karte mit den verschiedenen Routen. Wir selbst haben keine dieser Wanderungen unternommen, u.a. aufgrund der hohen Temperaturen.
ABER: Wahrscheinlich würden wir uns das nächste Mal nicht für diesen Campingplatz entscheiden. Uns ist bewusst, dass zu einem Erlebnis in der Natur auch Tiere dazu gehören. Deshalb waren wir nicht überrascht über die Affen (Paviane) auf dem Gelände. Allerdings ist der Campsite im Gegensatz zu allen anderen, die wir erlebten, nicht gut darauf eingestellt. Überall warnen zwar Schilder gezielt vor den Affen, dennoch werden nicht einmal verschlossene Mülltonnen zur Verfügung gestellt. Nicht nur wir bekamen zu später Stunde Besuch, der uns um unseren Schlaf gebracht hat, und am Morgen war über den gesamten Platz diverser Müll verteilt.
Deshalb bleibt uns dieser Campsite eher negativ in Erinnerung. Ein paar Hinweise und Anleitungen von der Rezeption hätten sicher auch schon geholfen und ein positiveres Gefühl hinterlassen.
Unser Preis für eine Nacht (Campsite inkl. Nationalpark-Eintritt): 41,51 €
Hilton Garden Inn Windhoek
Das Hilton Hotel in Windhoek wurde uns aufgrund seiner zentralen Lage und des Pools auf der Dachterrasse empfohlen. Beides sind wahre Pluspunkte der Unterkunft, die trotz des Namens zu einem fairen Preis angeboten wird. Auch das Frühstück ist wirklich super und wir haben es sehr genossen. Das Zimmer selbst war ein sauberes und ordentliches Standard-Hotelzimmer.
Das Hotel verfügt über eine eigene beachte Tiefgarage, in der wir für eine Nacht ca. 2,50 € bezahlt haben – absolut top! Als etwas ungünstig empfanden wir, dass zwei Hilton Hotels (Hilton und Hilton Garden Inn) sich direkt nebeneinander befinden, was zwangsläufig zu Verwechslungen führt. In der Tiefgarage sind die Aufzüge nicht klar ausgeschildert, welche in welches Hotel führen. Wir waren sicher nicht die ersten, die vor der falschen Zimmertür standen.
Unser Preis für eine Nacht (Doppelzimmer inkl. Frühstück): 72,59 €
Unser Fazit
Die Unterkünfte in Namibia sind sehr vielseitig – von einsamen Campingplätzen bis zu luxuriösen Lodges ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Wir waren von der Qualität der Unterkünfte, egal welcher Art, wirklich beeindruckt und behalten die Reise in großartiger Erinnerung.
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