Eine Safari in Südafrika ist ein ganz besonderes Erlebnis und etwas, was man auf keinen Fall verpassen sollte, wenn man im südlichen Afrika unterwegs ist.
Inhalt
Die Big 5 auf Safari in Südafrika
Wer auf Safari in Südafrika geht, möchte meist unbedingt die Big 5 sehen. Zu den „Großen Fünf“ zählen
- Elefanten
- Löwen
- Leoparden
- Nashörner
- Schwarzbüffel
Der Begriff „Big 5“ hat dabei nichts mit der Größe der Tiere zu tun, sondern stammt aus der Zeit der Großwildjagd. Die „Big 5“ sind die fünf Tiere, die als am schwierigsten zu jagen galten.
In Südafrika sind die Chancen, die „Big 5“ zu entdecken, ziemlich hoch. Wir waren beide schon in Südafrika und hatten auf unseren Reisen beide das Glück, alle fünf mehrfach zu erspähen.
Nationalparks in Südafrika
In Südafrika gibt es 24 staatliche Nationalparks, wobei der Kruger Nationalpark mit Abstand der bekannteste ist. Außerdem gibt es noch einige privat geführte Wildtierreservate, in denen man genauso zahlreiche Tiere beobachten kann.
Kruger Nationalpark
Der wohl bekannteste Nationalpark für eine Safari in Südafrika ist der Kruger Nationalpark, welcher mit fast 20.000 Quadratkilometern auch der größte des Landes ist.
Das der Park heute so existiert, ist dem ehemaligen Präsidenten Paul Kruger, Sohn deutscher Einwanderer, zu verdanken. 1926, erst 28 Jahre nach der Erklärung von Paul Kruger wurde das Gebiet von der südafrikanischen Regierung tatsächlich zum Nationalpark erklärt.
Heute findet man hier 147 Säugetierarten sowie über 500 Vogelarten. Die Big 5 gehören natürlich auch dazu und unserer Erfahrung nach stehen die Chancen ziemlich gut, Löwen, Leoparden, Nashörnern und Co. zu beobachten.
Durch den Kruger Nationalpark zieht sich ein mehr als 1.800 Kilometer langes Straßensystem, bestehend aus Teer- und Schotterstraßen. Es gibt im Park insgesamt über 30 Camps, davon 12 Hauptcamps, die wie kleine Dörfer aufgebaut sind und Übernachtungsmöglichkeiten bieten.
Der Kruger Nationalpark befindet sich im Nordosten Südafrikas, unweit der Grenze zu Mosambik. Von Johannesburg aus erreicht man den Park in ca. vier Autostunden, dafür empfiehlt sich entweder ein Mietwagen oder auch ein privater Transfer, der von einigen Lodges sogar mit angeboten wird.


Hluhluwe-iMfolozi-Park
Der Hluhluwe-iMfolozi-Park ist das älteste Tierreservat des Landes und ein perfekter Ort für eine Safari in Südafrika. Lange waren es zwei getrennte Nationalparks – Hluhluwe und iMfolozi – die 1989 verbunden wurden.
Besonders bekannt ist der Park für die Breitmaulnashörner. In den 1960er Jahren waren diese Tiere stark vom Aussterben bedroht und die letzten bekannten Exemplare lebten im iMfolozi-Park. Das Schutzprogramm läuft bis heute, wobei sich der Bestand mittlerweile glücklicherweise wieder erholt hat.
Der 960 Quadratkilometer große Park befindet sich im Zululand in der Provinz KwaZulu-Natal, circa eine Autostunde von Santa Lucia bzw. 2,5 Stunden von Durban entfernt.
Uns hat der Hluhluwe-iMfolozi-Park richtig gut gefallen. Er ist zwar deutlich kleiner als der Krüger Nationalpark, aber dafür auch weniger touristisch. Wir haben beide die Ruhe genossen, die verschiedenen Tiere ohne hunderte andere Touristen beobachten zu können. Abgesehen vom Leoparden haben wir beide hier auch die Big 5 erspähen können.
Für mich, Marianne, war dieser Park das absolute Highlight der Südafrika-Reise.
Weitere Nationalparks für eine Safari in Südafrika
Natürlich gibt es auch noch zahlreiche weitere Nationalparks in Südafrika. Die folgenden sind die bekanntesten:
Addo Elephant National Park: Der Park befindet sich nördlich von Ort Elizabeth an der Küste, sodass es der weltweit einzige „Big 7“ Park der Welt ist, in dem man auch Haie und Wale beobachten kann.
Pilanesberg National Park: Der Park befindet sich ca. zwei Autostunden von Johannesburg entfernt auf dem Gebiet eines nicht mehr aktiven Vulkanes.
Kgalagadi Transfrontier Park: Dieser Park befindet sich ganz im Norden von Südafrika und reicht bis nach Botswana und Namibia hinein. Er ist bekannt für die rote trockene Wüstenlandschaft und die Oryx-Antilopen.
Wir haben diese Parks leider nicht besucht, aber insbesondere der Addo Elephant National Park steht hoch oben auf der Liste für die nächste Reise nach Südafrika.


Geführte Safari oder auf eigene Faust?
Grundsätzlich hast du in nahezu allen Nationalparks zwei Möglichkeiten: Entweder buchst du eine geführte Safari-Tour oder du fährst mit deinem Mietwagen auf eigene Faust in den Park. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile…
Geführte Touren
Safaris sind das große Highlight einer jeden Südafrika-Reise. Deshalb werden natürlich zahlreiche Touren angeboten, die den Touristen die verschiedensten Möglichkeiten bieten.
Einige Unterkünfte in der Nähe der Nationalparks bieten eigene Safaritouren an oder arbeiten mit entsprechenden Tourenanbietern zusammen. Insbesondere im Umkreis um den Kruger Nationalpark ist dies sehr üblich. Frage gern direkt bei deiner Unterkunft nach, wenn sie dir nicht bereits etwas angeboten haben. Auch wenn sie keine eigenen Touren haben, können sie dir mit Sicherheit etwas empfehlen.
Außerdem hast du die Möglichkeit, über verschiedene Tourenanbieter deine Safaritour direkt zu buchen – z.B. über GetYourGuide, wo du u.a. Safaris in den Hluhluwe-iMfolozi Park* oder in den Kruger Nationalpark* ganz unkompliziert buchen kannst. So musst du vor Ort nicht lange nach einer Agentur suchen.
Wenn du noch nie eine Safari unternommen hast, empfehlen wir dir auf jeden Fall eine geführte Tour. Die Guides haben ein enormes Wissen und können dir so viel über die einzelnen Tiere erzählen. Außerdem kennen sie sich natürlich richtig gut in den Parks aus und haben einen geschulten Blick für die Tiere, sodass du mit Sicherheit vieles sehen wirst, was dein eigenes Auge nicht gleich entdeckt hätte. Die Guides kommunizieren per Funk miteinander, sodass du auch von den Sichtungen anderer Fahrzeuge profitierst.
Nicht zuletzt musst du dir keine Gedanken über die Route machen, sondern kannst dich entspannt zurücklegen und die Tour einfach voll und ganz genießen.
Safari auf eigene Faust
Alternativ hast du natürlich auch die Möglichkeit, mit dem Mietwagen selbst in den Nationalpark zu fahren. Wenn du schon die eine oder andere Safari unternommen hast, empfehlen wir dir diese Option auf jeden Fall.
Am Eingang zum Nationalpark erhältst du meist eine Karte, auf der alle Wege eingezeichnet sind. Natürlich findest du diese auch online, sodass du deine Route schon vorab planen kannst. Achte dabei auch auf die Distanzen – gerade der Kruger Nationalpark ist sehr groß und aufgrund des Zustandes der Wege braucht man für die einzelnen Strecken oft mehr Zeit als erwartet.
Keine Sorge: Die Parks sind zu 100% auf Touristen eingestellt und sofern du dein Fahrzeug nicht außerhalb der dafür vorgesehenen Camps verlässt, ist diese Variante auch absolut sicher.
Wenn du mit deinem Mietwagen auf eigene Faust unterwegs bist, bist du absolut flexibel. Du hast die fantastische Möglichkeit, tolle Tiererlebnisse ganz für dich zu erleben und auch länger bei den Tieren zu verweilen. Wenn du auf einer geführten Safari unterwegs bist, wirst du in der Regel nicht allzu lange bei den Tieren bleiben, bevor die Fahrt fortgesetzt wird. Denn wie du bereits weißt, kommunizieren die Guides miteinander und achten darauf, dass jeder die Chance hat, sein Foto zu machen.
Bist du individuell unterwegs, kannst du die Tiere stundenlang beobachten – wenn du Glück hast, sogar ganz ungestört. Niemand stresst dich, weiterzufahren und du kannst ganz in Ruhe fotografieren.
Unser Tipp für deine Safari in Südafrika
Für deine Safari in Südafrika empfehlen wir dir deshalb eine Kombination aus beidem. Unternimm deine erste Safari am besten mit einem Guide und sammle ein paar Erfahrungen, bevor du auf eigene Faust losziehst. So hast du schon einen Überblick über die Tiere und weißt, worauf du achten musst, um auch versteckte Leoparden zu erspähen.
Wenn du einen Mietwagen hast, empfehlen wir dir, dann auf jeden Fall auch einmal auf eigene Faust loszuziehen, um die Tiere ungestört beobachten zu können und richtig tolle Fotos zu machen.


Noch ein paar Tipps für dich...
Ablauf eines Safari-Tages
Die meisten Nationalparks öffnen bei Sonnenaufgang und schließen ihre Tore bei Sonnenuntergang. Informiere dich am besten vor Ort über die genauen Zeiten. Wir empfehlen dir auf jeden Fall, gleich früh da zu sein, wenn die Tore öffnen. In den Morgenstunden sind viele Tiere sehr aktiv, sodass du gute Chancen hast, die Big 5 zu entdecken.
Für die eine oder andere Pause gibt es verschiedene Camps, die in den Karten auch eingezeichnet sind. Nur innerhalb dieser Camps kannst du dein Auto sicher verlassen. Einige Camps im Kruger Nationalpark verfügen über Restaurants, Supermärkte oder auch Tankstellen – informiere dich dazu am besten vorab in der Übersichtskarte. Entscheidest du dich für kleiner Camps, solltest du dir selbst ein bisschen Verpflegung mitbringen.
Die geführten Safaritouren ziehen sich meist über vier bis sechs Stunden. Bist du individuell unterwegs, kannst du dir natürlich mehr Zeit nehmen und tatsächlich bis Sonnenuntergang im Park bleiben. Teste einmal auf, was für dich passt! Wenn du mehrere Safari-Tage eingeplant hast, kann es irgendwann auch etwas anstrengend werden und wir haben erlebt, dass man für die hundertste Giraffe irgendwann nicht mehr stehen bleiben möchte.
Das perfekte Safari-Outfit
Auf einer Safari wirst du viele Stunden im Auto verbringen. Bequeme Kleidung ist deshalb ganz wichtig! Wir empfehlen dir den klassischen Zwiebel-Look, da es tagsüber sehr heiß wird, aber früh am Morgen selbst im Sommer noch ziemlich kühl ist. Gerade im offenen Geländewagen ist ein warmer Pullover deshalb sehr sinnvoll.
Greife am besten zu Kleidung in gedeckten Farben, wie z.B. beige oder khaki. Zu bunte Kleidung könnte die Tiere verschrecken – denn grelle Farben sind im Tierreich oft eine Warnfarbe. Bist du im geschlossenen Mietwagen unterwegs, ist das natürlich nicht ganz so relevant.
Auf jeden Fall solltest du eine Kopfbedeckung einpacken. Denn du wirst viele Stunden in der Sonne verbringen und insbesondere um die Mittagszeit knallt die Sonne sehr. Achte auch auf ausreichend UV-Schutz – auch, wenn du in deinem Mietwagen unterwegs bist.


Unser Fazit
Eine Safari in Südafrika ist auf jeden Fall ein ganz besonderes Erlebnis und ein absolutes Highlight! Wir empfehlen dir, verschiedene Nationalparks zu besuchen und ausreichend Zeit einzuplanen.
Wenn du Fragen hast oder mehr wissen möchtest, schreib uns gerne! Wir freuen uns immer über Post.
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