Nationalparks in Kenia

Kenia ist bekannt für seine beeindruckenden Nationalparks und atemberaubende Safaris. Wir haben fünf Nationalparks in Kenia besucht und möchten unsere Erfahrungen mit euch teilen – damit ihr für eure Reise perfekt vorbereitet seid.

Natürlich gibt es noch weit mehr Nationalparks, die wir nicht besucht haben, wie z.B. den Nairobi Nationalpark sowie den Tsavo East und Tsavo West Nationalpark. Aufgrund der begrenzten Zeit sowie insbesondere aufgrund der hohen Eintrittspreise mussten wir uns für eine Auswahl an Nationalparks entscheiden. Wir würden die Wahl wieder genau so treffen, für uns war es optimal. 

Wir geben euch einen kleinen Einblick, damit ihr euch selbst ein Bild machen und die für euch passenden Nationalparks herausfinden könnt.

Inhalt

Samburu Nationalpark

Der Samburu Nationalpark liegt etwas abseits der klassischen Touristenrouten in Kenia und ist weniger bekannt. Hier sind deutlich weniger Touristen unterwegs als in der Masai Mara oder dem Amboseli Nationalpark, was aber auch den Reiz dieses Parks ausmacht.

Der Samburu Nationalpark befindet sich ca. 5,5 Autostunden nördlich von Nairobi im Samburu County. Die Anreise ist auch mit dem Flugzeug ab Nairobi möglich. Nach ca. 1,5 Flugstunden landet man direkt mitten im Nationalpark.

Kenia: Zwei Giraffen nebeneinander stehend unter einem Baum, beide in die Kamera blickend

Tiere im Samburu Nationalpark

Im Samburu Nationalpark kannst du vier der Big Five sehen – Löwen, Leoparden, Elefanten und Büffel. Besonders für die großen Elefantenherden ist der Park bekannt. Diese sind tatsächlich auch die einzigen der Big Five, die wir hier gesehen haben.

Bekannt ist der Samburu Nationalpark insbesondere für die „Samburu Special Five“ – Grevyzebra, Gerenuk, Beisa-Oryx, Netzgiraffe und Somalistrauß. Alle fünf haben wir zu Gesicht bekommen. Das langhaarige Gerenuk, auch Giraffengazelle genannt, kann sich zum Fressen auf die Hinterbeine stellen – ein wirklich besonderer Anblick!

Die meisten Tiere halten sich am Ufer des Ewaso Nyiro Flusses auf. Zwischen den dichten Palmen haben wir einige Elefanten, Giraffen und Warzenschweine sowie auch Krokodile beobachten können.

Die Leoparden hingegen sollen sich vorrangig in den Bergen aufhalten. Auch hier sind wir lange die vielen Wege abgefahren, allerdings ohne Erfolg. 

Der Norden Kenias wurde in den letzten Jahren von einigen schweren Dürren heimgesucht. Der Samburu Nationalpark war davon stark betroffen, sodass zahlreiche Tiere der Trockenheit zum Opfer fielen. Insbesondere die Grevy-Zebras sind stark vom Aussterben bedroht.

Landschaft im Samburu Nationalpark

Die Landschaft im Samburu Nationalpark ist sehr abwechslungsreich. Der Ewaso-Nyiro-Fluss zieht sich wie eine grüne Lebensader durch den Park und bringt Leben in die sonst so trockene Umgebung. Entlang des Flusses wachsen hohe Palmen und Akazien, die für Schatten und eine wunderschöne Kulisse sorgen – der perfekte Platz, um Tiere zu beobachten.

Abseits des Flusses wird die Landschaft richtig wild: rote Erde, weite Grasflächen und hier und da ein paar Dornbüsche, die typisch für die Savanne sind. Der Park ist von einigen Hügel und zerklüfteten Felsen durchzogen, die der Umgebung eine besondere Note verleihen. Besonders in der Morgen- und Abendsonne leuchten die Farben so intensiv, dass du dich wie in einem Naturfilm fühlst.

Unterkünfte und Camps

Im Samburu Nationalpark kannst du mitten in der Wildnis übernachten – ein echtes Abenteuer! Du kannst zwischen luxuriösen Lodges und rustikalen Zeltcamps wählen – es gibt Optionen für jeden Geschmack. Besonders schön ist es, abends am Lagerfeuer zu sitzen und den Geräuschen der Wildnis zu lauschen – vielleicht hörst du ja ein Löwenbrüllen in der Ferne.

Einige der Unterkünfte bieten spektakuläre Ausblicke auf den Ewaso-Nyiro-Fluss, wo sich oft Elefantenherden und andere Tiere versammeln. Viele Camps organisieren außerdem eigene Safari-Touren, meist in den frühen Morgenstunden, wenn die Tierwelt am aktivsten ist. 

Folgende Lodges gibt es im Nationalpark ** (aufsteigend sortiert nach ungefährem Preisniveau):

Zusätzlich dazu gibt es öffentliche Campingplätze, auf denen du mit deinem eigenen Zelt übernachten kannst. Diese Plätze sind nicht eingezäunt, jedoch sind Ranger in der Nähe und helfen, alles sicher zu halten. Die Basics sind ebenfalls vorhanden: Toiletten und kalte Duschen sorgen dafür, dass du nicht komplett auf Komfort verzichten musst. Für nicht-ansässige Erwachsene kosten diese Campsites 30 USD pro Nacht, Kinder zahlen weniger.

Wir haben in keiner dieser Unterkünfte übernachtet, sondern etwas außerhalb des Parks gecampt (mit unserem Dachzelt). 

Preise und wichtige Infos

Der Samburu-Nationalpark ist grundsätzlich einer der etwas günstigeren Nationalparks in Kenia. Erwachsene zahlen 70 USD, Kinder (3–11 Jahre) 40 USD. Für Kenianer sowie ostafrikanische Einwohner gelten günstigere Tarife. Am Main-Gate (Archers Post) ist es möglich, den Eintritt per Kreditkarte zu zahlen. 

Zusätzlich zum Eintritt fallen Gebühren für Fahrzeuge an. Diese betragen 400 KES (ca. €) für ein Safari-Fahrzeug mit sechs Sitzen. Diese zusätzlichen Gebühren sind direkt am Gate in bar zu bezahlen. 

Die Eintrittskosten gelten jeweils für 24 Stunden. Beachte, dass du bei einer Übernachtung im Park üblicherweise für mind. zwei Tage bezahlen musst. 

Lake Nakuru Nationalpark

Der Lake Nakuru Nationalpark liegt im zentralen Rift Valley von Kenia, nur etwa drei Stunden von Nairobi entfernt, und ist ein Highlight für alle, die Natur und Tiere lieben. Berühmt ist er vor allem für seinen alkalischen See, der je nach Wasserstand Tausende Flamingos anlockt – ein rosa Spektakel, das Besucher verzaubert. Doch der Park hat noch viel mehr zu bieten: Auf knapp 188 Quadratkilometern findest du eine beeindruckende Vielfalt an Tieren, von Nashörnern und Löwen bis hin zu Wasserböcken und Pavianen.

Nachdem der Lake Nakuru zunächst gar nicht auf meiner Liste stand, waren wir unglaublich froh, uns letztendlich für ihn entschieden zu haben, denn es wurde ein absolutes Highlight unserer Kenia-Reise.

Tiere im Lake Nakuru Nationalpark - Wildnis pur

Der Lake Nakuru Nationalpark ist ein echtes Paradies für Tierfans! Besonders bekannt ist der Park für seine Nashörner, die sonst in Kenia eher seltener anzutreffen sind. Rund 150 weiße und schwarze Nashörner leben hier. Ebenfalls ein Highlight sind die seltenen Rothschild-Giraffen, die sich hier richtig wohlfühlen.

Insgesamt kannst du im Lake Nakuru Nationalpark vier der Big 5 antreffen. Neben Nashörnern gibt es auch Büffel, Löwen und Leoparden zu sehen. Während wir zahlreiche Büffel und auch einige Löwen zu Gesicht bekamen, hatten wir mit den Leoparden leider weniger Glück.

An den Ufern des Sees tummeln sich Wasserböcke, Paviane und manchmal auch Hyänen. Im Wasser kannst du mit etwas Glück Flusspferde entdecken sowie jede Menge Wasservögel – allen voran Pelikane und Flamingos, die den See in ein Meer aus Pink verwandeln, wenn der Wasserstand passt.

Landschaft im Lake Nakuru Nationalpark

Neben den Tierbeobachtungen ist uns der Lake Nakuru insbesondere aufgrund seiner wunderschönen Landschaft in Erinnerung geblieben. Der Park liegt am Rande des Great Rift Valley und bietet spektakuläre Ausblicke auf den alkalischen Lake Nakuru, der je nach Wasserstand in verschiedenen Farben schimmert. Umgeben von sanften Hügeln und steilen Klippen, findet man hier eine Mischung aus dichten Akazienwäldern, offenen Savannen und Feuchtgebieten.

Diese abwechslungsreiche Landschaft bietet nicht nur den perfekten Lebensraum für zahlreiche Tierarten, sondern auch eine wunderschöne Kulisse für eine Safari. Selten haben wir so einen grünen Nationalpark in Afrika erlebt, voller saftiger Wiesen und Wälder – für uns ein besonderes Highlight. 

Unterkünfte & Campsites

Auch im Lake Nakuru Nationalpark gibt es eine gute Auswahl an Unterkünften, die dir je nach Wunsch ein komfortables oder eher abenteuerliches Erlebnis bieten. Hier bekommst du einen Überblick: 

Lake Nakuru Lodge

Die Lake Nakuru Lodge liegt direkt im Park und bietet komfortable Zimmer mit einem fantastischen Blick auf den See. Es gibt sowohl Zimmer als auch Cottages, ideal für Paare oder Familien. Alle Infos zur Lodge und zur Buchung findest du hier.**

Sarova Lion Hill Game Lodge

Ebenfalls direkt im Park gelegen, bietet diese Lodge luxuriöse Zelte und Chalets mit Blick auf den See. Die Lodge ist bekannt für ihren ausgezeichneten Service und  ihre exzellente Küche. Alle Infos zur Lodge und zur Buchung findest du hier.**

Public Campsites

Wie auch im Samburu gibt es im Lake Nakuru Nationalpark auch mehrere öffentliche Campingplätze, wie z.B. den Campsite am Lions Hill. Hier kannst du dein eigenes Zelt mitbringen oder ein Safari-Zelt buchen. Die Campingplätze sind gut ausgestattet mit grundlegenden Einrichtungen wie Toiletten und Wasserquellen – für ca. 50 USD pro Person und pro Nacht. Ranger sind immer in der Nähe, um die Sicherheit zu gewährleisten. 

Preise und wichtige Infos​

Der Eintritt in den Lake Nakuru Nationalpark variiert je nach Nationalität. Für Nicht-Kenianer liegt der Eintrittspreis bei etwa 60 USD pro Erwachsenem und 25 USD pro Kind. Kenianische Staatsbürger und Bewohner zahlen deutlich weniger.

Zusätzlich zu den Eintrittspreisen wird eine Fahrzeuggebühr von ca. 400 KES erhoben, die je nach Größe des Fahrzeugs variiert. Beachte, dass der Eintritt pro Tag gilt. Bei Übernachtung im Park musst du somit mindestens für zwei Tage bezahlen.

Es wird ausschließlich die Zahlung per Kreditkarte akzeptiert, Barzahlung ist nicht möglich.

Um den Lake Nakuru Nationalpark zu besuchen, musst du dich über das E-Citizen Portal registrieren, worüber auch die Zahlung abgewickelt wird. Wir empfehlen dir, bereits vor deinem Safari-Tag einen entsprechenden Account anzulegen, das spart dir viel Zeit. Wenn du möchtest, kannst du dir darüber auch direkt dein Ticket vorab buchen – anderenfalls helfen dir die Mitarbeiter am Gate auch gerne.

Lake Naivasha Nationalpark

Der Lake Naivasha befindet sich zwischen Nairobi und dem Lake Nakuru, etwa 90 Kilometer nordwestlich der kenianischen Hauptstadt.

Tiere im Lake Nakuru Nationalpark​

Der Nationalpark ist besonders bekannt für die Flusspferde, die hier zahlreich anzutreffen sind. Sie verbringen viel Zeit im Wasser und sind oft an den Ufern zu beobachten, besonders in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag.

Rund um den See gibt es auch eine Vielzahl von Vögeln, darunter viele Pelikane und Flamingos, die den See in den Trockenzeiten bevölkern. Neben den Vögeln kannst du auch Giraffen, Zebras und Antilopen auf den angrenzenden Weiden entdecken.

Landschaft im Lake Naivasha Nationalpark

Der Lake Naivasha liegt malerisch im Great Rift Valley und ist von Graslandschaften, Sumpfgebieten und dichten Wäldern umgeben, was ihn zu einem idealen Lebensraum für viele Tierarten macht. Im Süden des Sees erhebt sich der Hell’s Gate Nationalpark mit seinen steilen Klippen und vulkanischen Felsen, die eine dramatische Kulisse bieten. Die Umgebung des Sees ist auch von üppigen, grünen Acacia-Wäldern geprägt, die besonders in den Regenzeiten in voller Blüte stehen​.

Am und um den Lake Naivasha gibt es zahlreiche Unterkünfte für jedes Budget. Da der See recht frei erreicht werden kann, ist die Auswahl riesig. 

Bekannt ist das Lake Naivasha Sopa Resort**, das sich direkt am See befindet und komfortable Zimmer mit Blick auf den See bietet. Außerdem werden verschiedene Touren angeboten. 

Wenn du es etwas traditioneller magst, ist der Naivasha Country Club** eine beliebte Adresse. Hier findest du luxuriöse inmitten von grünen Landschaften vor.

Eine etwas preisgünstigere Alternative ist das Camp Carnelly’s**, wo du sowohl in Zelten als auch in einfachen Cottages übernachten kannst.

Wenn du mit deinem eigenen (Dach-)Zelt unterwegs bist, empfehlen wir dir von Herzen die Sanctuary Farm** – ein Ort, der uns besonders in Erinnerung geblieben ist, obwohl wir nicht da übernachtet haben. Die Umgebung ist wunderschön und ruhig – du befindest dich mitten in der Natur und kannst für alle Mahlzeiten das Restaurant Kijiko aufsuchen, in das wir uns ein bisschen verliebt haben.

In Naivasha selbst gibt es natürlich auch zahlreiche Unterkünfte in verschiedenen Preiskategorien. Wir empfehlen dir, auch mal einen Blick auf AirBnB zu werfen – hier gibt es viele Appartements für 20 bis 30 € pro Nacht. Für diese Variante hatten wir uns entschieden. 

Preise und wichtige Infos

Der Lake Naivasha ist in vielerlei Hinsicht besonders – so auch beim Preis. Anders als die meisten anderen Nationalparks in Kenia ist dieser nämlich grundsätzlich kostenfrei zugänglich. Lediglich für Fahrzeuge muss ein geringer Betrag von ca. 400 KES gezahlt werden.

Es lohnt sich, den See bei einer Bootsfahrt zu erkunden. Wir empfehlen dir dafür, zum Restaurant Kijiko zu fahren und hinunter zum See zu gehen. Für eine ca. einstündige Bootsfahrt zahlst du ca. 30 € pro Boot – es lohnt sich absolut! 

Möchtest du den angrenzenden Hells Gate Nationalpark besuchen, solltest du einen Eintrittspreis von 30 USD für Erwachsene bzw. 20 USD für Kinder einplanen. In der Nebensaison von März bis Juni ist es etwas günstiger – hier bezahlen Erwachsene nur 20 USD. Hinzu kommen wieder die Gebühren für das Fahrzeug (300 KES für einen 6-Sitzer) bzw. die Leihgebühren für die Fahrräder (ca. 500 KES pro Person). 

Masai Mara

Die Masai Mara in Kenia gehört zu den bekanntesten Wildreservaten der Welt – und das völlig zu Recht! Hier triffst du auf die „Big Five“, erlebst epische Sonnenuntergänge und kannst die beeindruckende Great Migration beobachten, wenn Millionen von Gnus und Zebras über die weite Savanne ziehen. Es ist der perfekte Ort für ultimative Safari-Abenteuer, bei denen du Raubtiere aus nächster Nähe beobachten kannst. 

Von Nairobi erreichst du die Masai Mara entweder mit dem Auto (ca. 5–6 Stunden Fahrt) oder per Flugzeug. Es gibt kleine Charterflüge, die dich direkt in die Mara bringen – schnell, aber nicht ganz billig.

Tiere in der Masai Mara: Wildnis trifft auf Dramatik

Die Masai Mara ist ein Tierparadies, wie man es sich im Bilderbuch vorstellt. Neben den berühmten „Big Five“ – Elefant, Löwe, Leopard, Nashorn und Büffel – kannst du hier auch Geparden, Giraffen, Zebras, Hyänen und unzählige Antilopenarten sehen. In den weiten Savannen kannst du die Tiere auf große Entfernungen schon erspähen.

Ein besonderes Highlight sind die vielen Löwenrudel. Denn die Mara ist bekannt für ihre hohen Löwenpopulationen, und wenn du Glück hast, kannst du sie beim Jagen oder Faulenzen im Schatten beobachten. 

Das eigentliche Highlight ist die Great Migration. Jedes Jahr von Juli bis Oktober ziehen Millionen von Gnus und Zebras aus der Serengeti in die Masai Mara. Das Flussdurchquerungs-Spektakel am Mara-Fluss – mit hungrigen Krokodilen inklusive – ist Naturdrama pur. 

Auch Vogelfreunde kommen auf ihre Kosten: Mit über 450 Vogelarten, darunter farbenfrohe Kingfisher und stolze Adler, ist die Masai Mara ein Paradies für Ornithologen.

Landschaft in der Masai Mara: Unendliche Weite

Die Landschaft der Masai Mara ist ein Traum für jeden, der sich nach Freiheit und Natur sehnt. Weite Savannen, durchzogen von Akazienbäumen, dominieren das Bild. In der Regenzeit blüht alles auf und die Ebenen leuchten in sattem Grün – perfekt für Fotografen!

Im Herzen des Reservats fließt der Mara-Fluss, der Lebensader und Schauplatz der Great Migration. Hier findest du dichte Ufervegetation und kannst oft Flusspferde oder Krokodile beobachten. Besonders bei Sonnenaufgang oder -untergang wirkt die Landschaft fast magisch, wenn das warme Licht alles in goldene Töne taucht.

Unterkünfte & Camps

Die Masai Mara bietet eine riesige Auswahl an Unterkünften – von luxuriösen Lodges bis hin zu einfachen Campsites, direkt im Busch.

Luxus-Lodges wie die Mara Serena Safari Lodge oder das Fairmont Mara Safari Club bieten dir höchsten Komfort mit Infinity-Pools und Gourmet-Essen, und das alles mit Blick auf die Savanne. Wenn du es ein bisschen naturnäher magst, sind Zeltcamps wie das Mara Intrepids Camp oder das Basecamp Explorer eine tolle Option. Hier schläfst du in luxuriösen Zelten, oft mit eigenem Badezimmer und einer Veranda, von der aus du Tiere beobachten kannst.

Für Abenteurer gibt es auch Campsites. Diese sind günstiger und bringen dich besonders nah an die Natur – Löwengebrüll in der Nacht inklusive! Beispiele sind die Mara Springs Safari Camp oder die Mara Sidai Campground.

Wir haben etwas außerhalb des Parks im Resian Mara Camp** übernachtet. Das Camp befindet sich ca. 5 Autominuten vom Main Gate der Masai Mara entfernt. Für unseren Stellplatz inkl. Nutzung der Waschräume haben wir 20 USD pro Person und pro Nacht bezahlt. Es gibt auch möblierte Zelte sowie kleine Bungalows.

Preise und wichtige Infos

Die Masai Mara ist der mit Abstand teuerste Nationalpark in Kenia. Seit 01.01.2024 kostet der Eintritt für ausländische (nicht-ostafrikanische) Touristen 200 USD in der Hauptsaison (Juli bis Dezember) bzw. 100 USD  in der Nebensaison (Januar bis Juni). Für Kinder ab 9 Jahren beträgt der Eintritt ganzjährig 50 USD pro Person, jüngere Kinder können die Masai Mara kostenfrei besuchen.

Für ostafrikanische Touristen ist der Eintritt deutlich günstiger mit 2.500 KES (ca. 18,50 €) in der Haupt- bzw. 2.000 KES (ca. 14,80) in der Nebensaison. 

Beachte unbedingt, dass die Eintrittskarten eine Gültigkeit von 12 Stunden haben und von 6 Uhr morgens bis 18 Uhr abends gültig sind. Solltest du im Park übernachten, gilt der Eintritt in der Regel für 24 Stunden. Bleibst du länger als 24 Stunden, wird eine zusätzliche Gebühr für den nächsten Tag fällig.

Informiere dich vorher bei deiner Unterkunft, ob sie dir helfen kann, den Eintritt zu koordinieren. Einige Camps und Lodges in der Nähe des Parks befinden sich außerhalb der offiziellen Parkgrenzen. In solchen Fällen zahlst du nur dann Eintritt, wenn du den Park tatsächlich betrittst.

Die Bezahlung erfolgt bargeldlos, entweder per M-Pesa oder Kreditkarte, direkt am Parkeingang. Barzahlung wird nicht aktzeptiert.

Wichtig zu wissen: In die Masai Mara darfst du nicht mit deinem eigenen Fahrzeug hineinfahren, es sei denn, es handelt sich um ein autorisiertes Safari-Fahrzeug. Stattdessen kannst du ein Fahrzeug mit Fahrer direkt von deiner Lodge oder einem Reiseanbieter buchen. Diese Fahrzeuge sind speziell für Safaris ausgestattet – meistens mit aufklappbarem Dach für bessere Sicht und mehr Komfort. Das hat den Vorteil, dass dein Fahrer die besten Spots kennt und dich sicher durch den Park navigiert, während du dich ganz auf die Tierbeobachtungen konzentrieren kannst.

Wir haben unseren Guide von einem Mitarbeiter am Eingang der Masai Mara empfohlen bekommen. Wenn du bereits einen Tag vor deiner Safari anreist, kannst du zum Main Gate fahren und dich nach einem Kontakt erkundigen. Das funktioniert ganz unkompliziert. Für den Guide solltest du ca. 200 USD in bar zzgl. Trinkgeld einplanen.

Amboseli Nationalpark

Der Amboseli Nationalpark war einer unserer Highlights, auch wenn wir hier nicht die spektakulärsten Tiersichtungen erlebten. Schon am Eingang stellten wir fest, dass hier alles viel geordneter läuft als in den anderen Nationalparks und man viel besser auf Touristen eingestellt ist. Hier bekamen wir am Eingang auch endlich ein kleines Heft mit Karten des Parks und Informationen zu den Tieren. 

Bekannt ist der Park für seine beeindruckende Kulisse am Fuß des Kilimandscharo sowie für seine riesigen Elefantenherden, die durch die Savanne ziehen. 

Der Amboseli liegt etwa 4 Stunden südöstlich von Nairobi bzw. 8 Stunden nordwestlich von Mombasa. Er ist sowohl mit dem Auto als auch per Flugzeug erreichbar. 

Tiere im Amboseli: Elefanten in ihrer vollen Pracht

Der Amboseli ist bekannt für seine riesigen Elefantenpopulationen, die teilweise aus über 100 Tieren bestehen. Hier ist auch das Zuhause von Kenias berühmten „Big Tusker Elefanten“ – majestätischen Elefantenbullen, deren beeindruckend lange Stoßzähne fast bis zum Boden reichen. Diese seltenen Giganten sind nicht nur ein Symbol für den Amboseli, sondern auch ein Grund, warum Elefantenfans aus aller Welt hierherkommen.

Neben den Dickhäutern findest du auch Raubkatzen wie Löwen und Geparden, Hyänen, Giraffen, Zebras, Nilpferde, Büffel und viele Antilopenarten. Die offene Landschaft des Parks sorgt dafür, dass du die Tiere oft schon von weitem siehst – ein großer Vorteil für spannende Beobachtungen! Wir hatten mit den Raubtieren hier jedoch wenig Erfolg.

Für Vogelliebhaber ist der Amboseli ebenfalls ein Paradies: Pelikane, Reiher, Flamingos und viele andere Arten fühlen sich in den sumpfigen Gebieten pudelwohl.

Landschaft im Amboseli: Zwischen Sümpfen & Wüstenstaub

Die Landschaft des Amboseli ist beeindruckend abwechslungsreich. Der Kontrast aus staubigen Ebenen, grünen Sümpfen und Akazienwäldern macht den besonderen Reiz aus. Ein Highlight ist der Amboseli-See, ein ausgetrockneter Salzsee, dessen glitzernde Oberfläche in der Sonne fast surreal wirkt.

Der Kilimandscharo, der höchste Berg Afrikas, thront majestätisch im Hintergrund und sorgt für unglaubliche Fotomotive – besonders bei Sonnenaufgang, wenn der Himmel in warmen Farben leuchtet. In der Trockenzeit wird die Landschaft besonders dramatisch: staubig, rau, und doch voller Leben, das sich perfekt an die harten Bedingungen angepasst hat.

Unterkünfte & Campsites: Für jeden Geschmack etwas

Ob du Luxus suchst oder einfach mitten in der Natur übernachten willst – der Amboseli hat alles zu bieten.

Luxus-Lodges wie die Tortilis Camp Lodge oder die Ol Tukai Lodge bieten dir spektakuläre Ausblicke auf den Kilimandscharo und dazu einen hohen Komfort. Du kannst hier nach einer Safari im Infinity-Pool entspannen oder die Sterne von deiner Veranda aus beobachten.

Wenn du es etwas abenteuerlicher magst, sind Zeltcamps wie das Kibo Safari Camp oder das Sentrim Amboseli eine perfekte Wahl. Hier schläfst du in komfortablen Zelten, bist aber trotzdem mitten in der Wildnis.

Für echte Outdoor-Fans gibt es auch einige Campsites in und um den Park. Beachte aber, dass du hier komplett autark sein musst – Wasser, Essen und Ausrüstung solltest du selbst mitbringen.

Wir haben uns auch im Amboseli Nationalpark für eine Unterkunft außerhalb des Parks entschieden.

Preise und wichtige Infos: Das musst du wissen

Der Amboseli Nationalpark zählt zu den beliebtesten Parks in Kenia – und die Eintrittspreise spiegeln das wider. Für ausländische (nicht-ostafrikanische) Touristen beträgt der Eintritt seit 2024 70 USD pro Person und Tag, während Kinder 40 USD zahlen. Für Bürger und Einwohner der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) ist der Eintritt mit etwa 1.500 KES (ca. 10 €) deutlich günstiger, Kinder zahlen 1.000 KES (ca. 7 €).

Die Tickets sind für 24 Stunden gültig. Solltest du im Park übernachten und länger bleiben, wird für jeden weiteren Tag eine neue Gebühr fällig. Wichtig: Die Bezahlung erfolgt ausschließlich bargeldlos, entweder per M-Pesa oder Kreditkarte – Bargeld wird am Eingang nicht akzeptiert.

Im Amboseli Nationalpark ist es im Gegensatz zur Masai Mara gestattet, mit dem eigenen Fahrzeug in den Park zu fahren und eine Safari auf eigene Faust zu unternehmen. Wir empfehlen dir das aber nur mit einem geländegängigen Fahrzeug mit Allrad-Antrieb und ausreichend Bodenfreiheit, da die Straßenverhältnisse im Park nicht die besten sind. 

Die Nationalparks in Kenia sind wunderschön und perfekt für atemberaubende Safaris. Planst du deine eigene Kenia-Reise und hast dazu Fragen? Dann schreib uns gerne, wir teilen unsere Tipps von Herzen gern mit dir!

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