Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, Kenia zu bereisen. Von AirBnBs über Campingplätze bis hin zu luxuriösen Lodges – in diesem Beitrag möchten wir dir zeigen, welche Unterkünfte in Kenia zur Auswahl stehen und welches Budget du dafür einplanen solltest. Außerdem teilen wir unsere Erfahrungen zu den Lodges, Hotels und Campingplätzen, die wir während unserer dreiwöchigen Reise besucht haben – natürlich mit unserer persönlichen Bewertung.
Inhalt
Welche Unterkünfte gibt es?
Variante 1: Lodges
Die wohl gängigste Variante, die die meisten Touristen in Kenia wählen, sind Lodges. Es sind quasi kleine Oasen mitten in der Wildnis und perfekt, um Natur und Komfort zu verbinden. Meist bestehen die Lodges aus einem oder mehreren Haupthäusern und kleineren Häuschen bzw. Zelten, die als Unterkünfte für die Gäste dienen. Zelte sind dabei in Kenia weit verbreitet – wobei diese ganz anders aussehen, als du dir das vielleicht vorstellst. Sie sind sehr geräumig und vollständig eingerichtet mit einem bequemen Bett und zusätzlichem Möbilar sowie einem Badezimmer.
Die Lodges in Kenia reichen von einfachen, charmanten Unterkünften bis hin zu echten Luxuserlebnissen mit Pool, Gourmetküche und persönlichem Service. Es ist eine fantastische Möglichkeit, mitten in der Natur zu übernachten und dabei trotzdem den Komfort nicht zu kurz kommen zu lassen. Einige Lodges befinden sich sogar mitten in den Nationalparks oder mit grandiosem Blick auf die Savanne – einen spektakuläreren Ort kann man sich wohl kaum vorstellen.
Jedoch ist dies auch die teuerste Variante: Auch wenn die Preise je nach Ausstattung und Lage stark variieren – für eine Nacht solltest du mind. 150 € einrechnen. Luxuriösere Lodges in Nationalparks kosten schnell auch mal 500 € oder mehr pro Nacht.
Variante 2: Hotels
In Kenia findest du ebenso zahlreiche Hotels, deren Preise und Standard stark variieren. Insbesondere in den Großstädten wie Nairobi und Mombasa findest du zahlreiche Hotels, darunter auch viele internationale Hotelketten. Diese sind in der Regel deutlich günstiger als die Lodges. Für ein Zimmer in einem Mittelklassehotel (ca. 4 Sterne) solltest du mind. 50 – 60 € pro Nacht einplanen.
Natürlich gibt es auch zahlreiche günstigere Optionen, die dann aber deutlich einfacher sind und eher dem kenianischen als dem internationalen Standard entsprechen.
An der Küste, in Städten wie Mombasa oder Diani Beach, findest du eine große Auswahl an Strandhotels, die oft mit All-Inclusive-Paketen und direktem Zugang zum Indischen Ozean locken. Preislich ist für jedes Budget etwas dabei: Es beginnt bei ca. 30-50 € pro Nacht und reicht bis hin zu High-End-Resorts, die mehrere Hundert Euro kosten können.
Variante 3: AirBnBs
Eine Variante, die uns in Kenia sehr positiv überrascht hat, sind die Airbnbs. In den Städten des Landes findest du eine große Auswahl an sehr günstigsten Unterkünften. Wir hatten das Gefühl, dass diese eher von Einheimischen bzw. Touristen aus den Nachbarländern genutzt werden, was sicher auch die Preise erklärt.
In den Städten werden zahlreiche Appartements angeboten, die meist recht geräumig sind und einen guten Standard bieten. Ein großer Vorteil daran ist, dass du das einheimische Leben recht authentisch erleben kannst, da sich diese Appartements meist in Wohngebieten befinden und du somit zwangsläufig in Kontakt mit den Kenianern kommst. Wir haben das sehr genossen.
Die Preise variieren stark, je nach Lage und Ausstattung: Ein einfaches Appartement, bestehend aus zwei Zimmern, bekommst du schon ab 20 Euro pro Nacht. Vereinzelt gibt es sogar noch günstigere Angebote.
Variante 4: Campsites
Da wir es in Namibia schon geliebt haben, haben wir uns auch in Kenia für ein Geländefahrzeug mit Dachzelt entschieden – bereit für ein weiteres Campingabenteuer in der afrikanischen Wildnis.
Leider mussten wir feststellen, dass die Camping-Infrastruktur in Kenia nicht besonders gut ist. Die größte Herausforderung war es für uns, überhaupt Campingplätze zu finden. Auf den gängigen Plattformen wie Booking.com sowie auch über Google Maps erhielten wir meist nur Angebote für „Tented Camps“ – also Lodges mit fest installierten und eingerichteten Zelten. So mussten wir oft lange recherchieren bzw. verschiedene Orte anfahren, um einen Campingplatz zu finden.
Deutlich einfacher verhält es sich mit den Campingplätzen in den Nationalparks – zu diesen findest du viele Informationen im Internet. Jedoch haben wir uns dagegen entschieden, weil die Übernachtung im Park leider auch bedeutet, für einen zweiten Tag den vollen Eintrittspreis in den Park zu zahlen.
Wer bereits in Namibia unterwegs war, wird von den Campingplätzen in Kenia eher enttäuscht sein. Oft sind die Stellplätze sehr einfach – es gibt zwar meist gemeinsam zu nutzende Waschräume, jedoch ist nicht garantiert, dass diese jederzeit Wasser vorrätig haben. Strom gab es tatsächlich an keinem der Campingplätze, die wir genutzt haben.
Die Preise für Campingplätze sind in Kenia jedoch unschlagbar günstig, meist haben wir zwischen 5 € und 8 € pro Nacht und pro Person gezahlt – in unmittelbarer Nähe zur Masai Mara war es etwas mehr. Außerdem lieben wir den Kontakt zur Natur und zur afrikanischen Wildnis einfach – das macht eine solche Reise nochmal besonderer, finden wir.


Was du beachten solltest
Sollte ich Unterkünfte in Kenia vorab reservieren?
In erster Linie ist das davon abhängig, wann du nach Kenia reist. In der Hauptsaison, während der Great Migration, ist unsere Antwort ein klares JA. Insbesondere die Lodges in den Nationalparks sind dann oft schon Wochen im Voraus ausgebucht, weshalb wir dir empfehlen, dich frühzeitig um deine Unterkünfte zu kümmern.
Außerhalb dieser Zeit sind sowohl die Unterkünfte als auch die Lodges auch kurzfristig verfügbar. Wir haben im Oktober und November nie ausgebuchte Unterkünfte erlebt – im Gegenteil. Nicht selten waren wir nahezu die einzigen Gäste. In Gesprächen mit den Unterkünften wurde uns bestätigt, dass sie außerhalb der Great Migration selten ausgebucht sind.
Ist wildcampen in Kenia möglich?
Wildcampen ist in vielen Teilen Kenias erlaubt – natürlich nur außerhalb der Nationalparks. Es ist die ultimative Art, die unberührte Natur des Landes hautnah zu erleben.
Allerdings erfordert das Wildcamping eine gute Vorbereitung und ausreichend Erfahrung, denn du bist wirklich auf dich gestellt. Unbedingt notwendig sind eine geeignete Ausrüstung, ausreichend Trinkwasser und Vorräte sowie ein 4×4-Fahrzeug, um abgelegene Gebiete zu erreichen. Außerdem solltest du dich genau informieren, welche Wildtiere in dieser Region anzutreffen sind und wie du dich im Falle des Falles ihnen gegenüber zu verhalten hast. Wenn du noch nie einem Wildtier Auge um Auge gegenübergestanden hast, empfehlen wir dir, dein Wildcamping-Abenteuer nur mit einem erfahrenen Guide zu wagen.
Unsere Unterkünfte in Kenia
Nairobi: AirBnB


Für die erste Nacht in Nairobi haben wir uns für ein AirBnB entschieden. Eine tolle Wahl – das Appartement war liebevoll eingerichtet, sehr sauber und gut ausgestattet. Auf dem kleinen Balkon konnten wir direkt einen Blick über die Stadt werfen.
Uns hat außerdem die Lage überzeugt – man ist schnell im Zentrum (was wir nicht genutzt haben), aber wir konnten die Stadt auch gut verlassen, ohne im Stadtverkehr festzustecken.
Der Check-In konnte selbstständig erfolgen, was uns wichtig war, da wir durch unsere späte Ankunft erst nach Mitternacht an der Unterkunft eintrafen. Das Gebäude befindet sich in einem sicheren Stadtteil und wird von einem Sicherheitsdienst bewacht. Parkplätze stehen innerhalb des bewachten Geländes ebenfalls zur Verfügung.
Die Kommunikation mit Gastgeberin Nancy war sehr unkompliziert. Als sich unsere Anreise verzögert, konnten wir unsere Buchung auch problemlos verschieben – ohne zusätzliche Kosten.
Unser Preis für eine Nacht inkl. Frühstück: 29,06 €
Nashipa Eco Camp
Das Nashipa Eco Camp befindet sich kurz vorm Main Gate zum Samburu Nationalpark, was für uns der Grund war, uns für diesen Campsite zu entschieden.
Die Gäste haben die Wahl zwischen möblierten Zelten und einem Stellplatz für das eigene Zelt. Wir haben uns für letzteres entschieden und die erste Nacht in unserem Dachzelt verbracht. Das Camp liegt direkt am Ewaso Ngiro River, der auch durch den Nationalpark fließt. Kurz nach unserer Ankunft konnten wir hier eine riesige Elefantenfamilie beobachten – ein traumhafter Start.
Die Anlage wird auf ökologische Weise von den einheimischen Samburu betrieben, die wirklich sehr freundlich und zuvorkommend waren. Es gibt auch ein kleines Restaurant – zwar ohne Speisekarte, jedoch wurden wir bestens mit einem einheimischen (auf Wunsch vegetarischen) Gericht bekocht für einen sehr guten Preis (insgesamt ca. 14 € für 2 Hauptgerichte und 2 Bier).
Es gibt WCs und Waschräume – während unseres Aufenthaltes funktionierte das Wasser jedoch leider nicht. Das kann wohl manchmal vorkommen – für die eine Nacht hat es uns nicht gestört.
Unser Preis für eine Nacht (Campsite): 15,00 €
Resatu Campsite

Auf unserer Suche nach einem Campsite in der Nähe des Samburu Nationalparks entdeckten wir schließlich das Resatu Camp. Es ist eine eingezäunte Fläche, deren Eingang streng bewacht wird, um die Sicherheit der hier lebenden Community zu gewährleisten.
Wir sind ehrlich: zunächst haben wir uns etwas unwohl gefühlt, aber dann doch entschieden zu bleiben. Und wir sind so froh über diese Entscheidung. Die Einheimischen sind super freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Da es keine Waschräume gibt, wurde uns ein kleines Häuschen zur Verfügung gestellt, in dem wir das Badezimmer nutzen konnten. Außerdem gibt es eine kleine Bar, wo man für wirklich mehr als faire Preise etwas trinken kann. Am nächsten Morgen durften wir die Küche der Eigentümer nutzen, um unser Geschirr zu spülen.
Am Abreisetag trafen wir die Besitzerin des Camps, die deutsche Wurzeln hat, aber in Kenia aufgewachsen ist. Bevor wir das Camp verließen, nahmen uns zwei der Einwohner noch mit auf einen kleinen Spaziergang, um uns den Fluss und einen kleinen Aussichtspunkt zu zeigen.
Unser Preis für eine Nacht (Campsite): 11,00 €
(Online haben wir das Camp leider nicht gefunden,, es liegt hinter dem Lions Cave Camp und ist da auch ausgeschildert).
Lake Nakuru: Kivu Resort


Das Kivu Resort befindet sich am Rande von Nakuru, nur ca. 5 Autominuten vom Main Gate zum Lake Nakuru Nationalpark entfernt.
Da der Campingplatz sich momentan im Umbau befindet, wurde uns ein Stellplatz auf einer Wiese zwischen den Gebäuden angeboten. Zudem konnten wir das Badezimmer eines angrenzenden Zimmers nutzen, was für uns komfortabel war. Es gibt auch ein Restaurant, welches wir an einem Abend genutzt haben. Das Angebot besteht größtenteils aus Burgern und Pizza, war aber in Ordnung und die Preise ebenfalls fair.
Die Anlage ist riesig und wird eher von afrikanischen Touristen genutzt. Europäer haben wir hier keine angetroffen. Auch der angrenzende Pool-Bereich, gleichzeitig das örtliche Freibad ist, wurde größtenteils von Locals genutzt. Diese Atmosphäre mochten wir sehr. Sicher haben wir uns ebenfalls gefühlt – die verriegelte Zufahrt zur Anlage wurde rund um die Uhr bewacht und außerdem war ein Nachtwächter im Einsatz.
Unser Preis für zwei Nächte: 30,00 €
(Die Swimmingpool-Anlage kostet zusätzlich ca. 4 € pro Person und pro Tag.)
Naivasha: AirBnB


In Naivasha entschieden wir uns für eine feste Unterkunft, da wir unsere Sachen einmal waschen wollten. Die Waschmaschine war somit ein wichtiger Filter, als wir nach einer passenden Unterkunft Ausschau hielten. Über AirBnB fanden wir das Appartement von Tash, für welches wir uns auch entschieden.
Die Unterkunft ist sehr geräumig, liebevoll eingerichtet und wirklich top ausgestattet. Sogar Waschmittel für die Waschmaschine war vorhanden. Die Waschmaschine bietet leider nicht so viele Funktionen, wie wir dies in Deutschland gewohnt sind – hier müssen die einzelnen Prozesse manuell angestoßen werden, was aber absolut möglich ist. Direkt vor der Wohnungstür gibt es einen Wäscheplatz und Klammern stehen auch in ausreichender Menge zur Verfügung.
Auch die Küche ist voll ausgestattet, sodass wir uns gut selbst versorgen konnten. Ein Highlight war für uns auch die Dachterrasse, von welcher wir einen wunderschönen Blick auf den Sonnenuntergang über dem Lake Naivasha hatten.
Das Appartement befindet sich in einer Wohnsiedlung, umgeben von eher einfachen kleinen Häusern. Die Nähe zu den Einheimischen war für uns ein echter Pluspunkt an dieser Unterkunft. Unser Auto konnten wir direkt im Haus abstellen, sodass es auch sicher untergebracht war.
Unser Preis für eine Nacht: 21,88 €
Masai Mara: Resian Mara Camp


Einer unserer liebsten Campingplätze war das Resian Mara Camp. Es befindet sich nur ca. 5 – 10 Autominuten vom Sekenani Main Gate der Masai Mara entfernt und somit ein idealer Ausgangspunkt für ein Safari-Erlebnis.
Das Camp ist sehr gepflegt und bietet die Möglichkeit, im eigenen Zelt zu übernachten oder ein möbliertes Zelt (was eher einem kleinen Bungalow ähnelt) zu mieten. Außerdem gibt es ein kleines Restaurant sowie eine Feuerstelle, an welcher jeden Abend für uns ein Lagerfeuer entfacht wurde.
Die gesamte Anlage ist umzäunt und wird außerdem 24/7 bewacht. Der Nachtwächter kümmerte sich auch um unser Feuer und erkundigte sich mehrfach bei uns, ob alles in Ordnung ist. Insgesamt war das Personal wirklich sehr freundlich und hilfsbereit, wir haben uns hier gut aufgehoben gefühlt.
Unser Preis für zwei Nächte (Campsite): 77,50 €
Nairobi: Sigona Golf Club


Nachdem die von uns rausgesuchten Campingplätze leider alle nicht existierten bzw. derzeit geschlossen waren, buchten wir spontan die günstigste Unterkunft in Nairobi, die uns Booking anzeigte und die keinen Umweg für uns bedeutete. So landeten wir schließlich in einem Golf Club.
Die Anlage war sehr gut gesichert und wirkte sehr gepflegt. Auch von unserem Zimmer waren wir positiv überrascht, denn es war wirklich riesig. Neben Bad und Schlafzimmer hatten wir ein sehr geräumiges Wohnzimmer sowie einen großen Balkon. Beim genaueren Hinsehen war es schon ein bisschen in die Jahre gekommen, aber vollkommen in Ordnung.
Beim Abendessen wurden wir darauf hingewiesen, dass wir mit unserer Kleidung das Restaurant nicht betreten dürfen (wir trugen Shorts bzw. Kleid und Birkenstocks). Selbiges galt im übrigen auch für das Frühstück. Jedoch durften wir auf der Terrasse Platz nehmen, was uns sowieso am liebsten war. Wider Erwarten war das Abendessen eines der günstigsten, die wir auf unserer Reise hatten – und auch gut. Beim Frühstück fehlte dem Personal etwas die Übersicht – wir erhielten nicht ganz das, was wir am Abend zuvor bestellt hatten und der Kaffee kam erst, als wir schon fast fertig gegessen hatten.
Die Nacht im Golf Club bleibt uns allerdings in negativer Erinnerung, da es uns, nachdem wir uns ins Bett gelegt hatten, am ganzen Köper juckte. Es waren definitiv keine Bettwanzen, da sind wir uns sicher. Vielleicht lag es am Waschmittel, vielleicht war es auch schon länger nicht gereinigt worden – wir wissen es nicht. Jedenfalls war es für uns sehr unangenehm, weshalb wir nicht nochmal hier übernachten würden.
Unser Preis für eine Nacht inkl. Frühstück: 44,75 €
Amboseli: Wild Camping



Das größte Abenteuer waren für uns die zwei Nächte, die wir in freier Natur verbrachten – mitten im afrikanischen Busch. Absolut unglaublich, wir haben es wirklich geliebt.
Wir fuhren zunächst zum Amboseli Bush Camp (einem Camp mit sehr schicken möblierten Zelten – wirklich eine tolle Anlage!) und lernten dort den Eigentümer John kennen. John ist Engländer und ist gerade dabei, gemeinsam mit den Locals den Amboseli Overlanding Campsite (auch auf Google Maps zu finden) aufzubauen. Die Einnahmen fließen zu 100 % in lokale Projekte.
Der Campsite selbst besteht aus einer klassischen „Bush-Shower“, die uns John und sein Team mit ausreichend Wasser füllten sowie uns auch entsprechende Reserven da ließ. Außerdem gibt es eine Toilette – nur ohne Außenwände 😉
Eine Feuerstelle ist ebenfalls vorhanden – und Feuerholz kann man sich in der Umgebung selbst zusammensuchen, da gibt es genug.
Da es keine Zäune gibt und durch die Nähe zum Nationalpark einige Wildtiere unterwegs sind, entschieden wir uns dafür, uns von einem Massai „bewachen“ zu lassen. John kümmerte sich um alles und so traf Michael am Abend ein. Er aß mit uns gemeinsam, saß mit uns am Lagerfeuer und blieb, bis wir am Morgen zum Amboseli Nationalpark aufbrachen. Es war eine der besondersten Erfahrungen unserer Reise, denn wir konnten uns auf ganz ehrliche Art und Weise mit ihm unterhalten und so viel über die Massai und ihre Lebensweise erfahren, ohne in einer „Touri-Show“ gefangen zu sein.
Es war für uns ein echtes Outdoor-Abenteuer in der afrikanischen Wildnis – ein Erlebnis, welches wir wirklich nicht missen möchten und was ein echtes Highlight unserer Zeit in Kenia war.
Unser Preis für zwei Nächte: 30,00 € zzgl. 15 € für unseren Nachtwächter (ohne Trinkgeld)
Voi: Afrika Lodges
Voi war für uns einreiner Durchreise-Ort auf unserer Fahrt vom Amboseli Nationalpark nach Mombasa. Wir hatten keine Unterkunft gebucht und wollten eigentlich nach einem Campingplatz suchen. Die Afrika Lodges waren die erste Unterkunft, die wir entdeckten. Nachdem sie keine Campingmöglichkeit auf dem Gelände boten und wir aber wenig Lust hatten, weiterzusuchen, entschieden wir uns für ein Zimmer – zu einem unschlagbaren Preis.
Das Zimmer war zwar recht klein (wir haben uns für die günstigste Kategorie entschieden), aber für diese eine Nacht vollkommen ausreichend für uns. Die Ausstattung gab alles her, was wir benötigten.
Außerdem gab es ein nettes kleines Restaurant im Garten, bei welchem die Tische auch sehr verteilt waren auf kleine Pavillons, sodass es sehr ruhig war und jeder Gast bzw. jede kleine Gruppe von Gästen ihren eigenen Bereich hatte. Das Essen war wirklich gut zu sehr fairen Preisen. Auch das Frühstück in Buffetform war v vollkommen in Ordnung.
Unser Preis für eine Nacht inkl. Frühstück: 23,00 €
(Über Booking sind die Preise deutlich höher – wir hatten nicht über Booking gebucht, sondern vor Ort an der Rezeption, was ich auch empfehlen würde bei der Preisdifferenz.)
Mombasa: CityBlue Creekside Hotel & Suites



Das CityBlue Hotel haben wir sehr kurzfristig gebucht, als wir schon in Mombasa waren und uns das zweite AirBnB in Folge abgesagt hatte. Das Hotel war das erste, was wir auf Booking in der Nähe unseres Standortes entdeckt haben – und es war eine wirklich gute Wahl.
Wir wurden sehr freundlich mit einem Begrüßungs-Drink empfangen und konnten anschließend unser Zimmer beziehen. Es war sauber und ordentlich und wir hatten einen großen Balkon mit Blick auf den Creek. Außerdem konnten wir auf den hoteleigenen Pool mit Poolbar blicken. Das Hotel ist insgesamt ziemlich groß, jedoch verläuft es sich sehr, sodass es nie überlaufen wirkte. Der Garten ist sehr gepflegt und eine richtige grüne Oase. Es hat uns wirklich gut gefallen.
Besonders überzeugt hat uns auch die Lage – es befindet sich kurz vor der Brücke zur Altstadt-Insel. Somit konnten wir mit einem TukTuk super schnell zu den Sehenswürdigkeiten der Altstadt gelangen, ohne ständig mitten im Getümmel zu sein.
Einen Strandzugang gibt es natürlich nicht, deshalb würden wir das Hotel für einen längeren Strand-Aufenthalt nicht empfehlen, sondern wirklich als Stadthotel, um Mombasa zu erkunden.
Unser Preis für eine Nacht (ohne Frühstück): 54,00 €
Diani Beach: LalaGalu Resort



Unsere schönste Unterkunft in Kenia war ohne Zweifel das LalaGalu Resort. Wir haben es schon 1,5 Monate im Voraus gebucht, als wir uns entschieden hatten, das Auto nicht bis zum Ende der Reise zu behalten und stattdessen noch einige Tage am Indischen Ozean zu verbringen.
Das LalaGalu ist ein sehr kleines, sehr stilvolles Resort mit Boho-Vibes – in einer ruhigen, entspannten Atmosphäre. Wir haben es geliebt! Die kleinen Bungalows sind sehr stilvoll eingerichtet und absolut sauber. Außerdem gab es einen Fitnessraum, den Freddy regelmäßig genutzt hat sowie einen Pool mit vielen Liege- und Chillmöglichkeiten. Vom Poolbereich aus sind es nur wenige Meter zum Meer, sodass man die Liegestühle nutzen kann – so hat man keinen Stress mit Ebbe und Flut und muss sich keine Gedanken um Wertgegenstände machen, während man im Meer schwimmt.
Im hauseigenen Restaurant mit Meerblick wird jeden Morgen Frühstück á la carte serviert. Das war wirklich immer ein Highlight. Du kannst zwischen verschiedenen Speisen wählen, zusätzlich gibt es immer frisches Obst, Brötchen und Croissants. Auch mittags und abends ist das Restaurant geöffnet – die Küche ist wirklich ausgezeichnet und preislich ähnlich wie die anderen Restaurants, die wir in Diani Beach während unseres Aufenthaltes besucht haben.
Außerdem gibt es Fat Bikes, die du kostenfrei ausleihen kannst, um am Strand entlang zu fahren. Wir hatten es uns vorgenommen, jedoch war es uns dann doch zu warm. Insgesamt gibt es verschiedene Aktivitäten und Ausflüge, die du direkt über die Rezeption des LalaGalus buchen kannst – auch ganz bequem per WhatsApp, wenn du magst. Es ist jedoch deutlich teurer, als wenn du direkt bei lokalen Anbietern buchst, weshalb wir das nicht in Anspruch genommen haben.
Insgesamt hat uns unser Aufenthalt hier sehr gut gefallen und wir können das LalaGalu uneingeschränkt weiterempfehlen. Das Personal ist unglaublich freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend – es war toll!
Für Familien mit Kindern würden wir es jedoch nicht empfehlen – Kinder könnten sich hier wohl schnell langweilen, da es keine speziellen Angebote oder Unterhaltungsmöglichkeiten für sie gibt. Da sind andere Resorts kinderfreundlicher und bieten mehr Attraktionen für die Kleinen.
Unser Preis für vier Nächte inkl. Frühstück: 464,00 €
Nairobi: Swiss Lenana Mount Hotel
Das Swiss Lenana Mount Hotel liegt sehr zentral in Nairobi, weshalb wir uns dafür entschieden haben. Es war ein toller Ausgangspunkt für unsere Erkundungen an unserem letzten Tag in Kenia.
Das Hotel ist sehr groß – die opulente Empfangshalle hat uns erstmal staunen lassen. Die Zimmer sind mit allem ausgestattet, was man braucht, und sehr angenehm. Wenn man genauer hinschaut, ist es an einigen Stellen schon etwas in die Jahre gekommen, aber vollkommen in Ordnung.
Es gibt auch eine Dachterrasse mit Pool, die wir leider aufgrund des Regenwetters während unseres Aufenthaltes nicht nutzen konnten. Auch das Fitness-Center haben wir nicht besucht. Das Frühstück war bei unserer Buchung bereits inklusive und war wirklich sehr umfangreich und lecker – das erste Mal in Kenia gab es hier sogar Käse zum Frühstück, was wirklich eine Seltenheit ist!
Unser Preis für eine Nacht inkl. Frühstück: 62,00 €
Unser Fazit
Die Unterkünfte in Kenia sind sehr vielseitig – von wilden Campingplätzen über einheimische AirBnBs bis zu luxuriösen Lodges ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Je nachdem, für welche Variante du dich entscheidest, kann es entweder sehr entspannt oder durchaus auch etwas abenteuerlicher sein.
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