Im Juli 2023 habe ich mich mit zwei Freundinnen auf eine unvergessliche Trekkingtour begeben: eine GR 11 Pyrenäen Wanderung. Unser Abenteuer begann in Barcelona, führte uns durch Andorra und die beeindruckenden spanischen Berge bis nach Setcases.
Wir erlebten zehn Tage voller Natur, Anstrengung und unglaublicher Momente. Mehr durch Zufall waren wir auf diese Wanderregion gestoßen, doch waren wirklich begeistert von den Pyrenäen. Wer einmal dort war, versteht sofort, warum diese Region so einzigartig ist.
Inhalt
Warum die Pyrenäen?
Wer an eine epische Bergwanderung denkt, hat oft die Alpen im Kopf. Aber genau das macht die Pyrenäen so reizvoll – sie sind noch ein ziemlicher Geheimtipp! Hier gibt es weniger Touristen, was bedeutet, dass du oft einsame Trails genießen kannst. Die Landschaft reicht von wilden Bergseen und zerklüfteten Gipfeln bis zu grünen Weiden und dichten Wäldern.
Ein weiterer Vorteil ist die Ursprünglichkeit der Region. Viele kleine Dörfer haben sich ihre Traditionen bewahrt, und man kann in authentischen Unterkünften übernachten, die oft von Einheimischen geführt werden. Das bedeutet nicht nur eine besonders warme Gastfreundschaft, sondern auch leckere, hausgemachte Spezialitäten wie deftige Eintöpfe oder frischen Ziegenkäse.
Ein riesiger Pluspunkt der Pyrenäen ist zudem das Wetter. Während es im Sommer in anderen Regionen unerträglich heiß werden kann, bleibt es hier in den Höhenlagen angenehm. Heiße Tage sind selten, und in den Nächten kühlt es angenehm ab, was das Wandern besonders angenehm macht. Dazu kommt die beeindruckende Vielfalt an Landschaften: von schroffen Felsenlandschaften über sattgrüne Hochweiden bis hin zu tiefen Wäldern und eiskalten Bergseen ist alles dabei.
Auch preislich sind die Pyrenäen ein Highlight. Während in den Alpen eine Berghütte schnell richtig teuer werden kann, sind die Unterkünfte hier deutlich erschwinglicher. Oft bekommt man ein gutes Essen und eine Übernachtung für einen Bruchteil des Preises, den man in vergleichbaren Alpenhütten zahlen würde.


GR11 – der Fernwanderweg durch die Pyrenäen
Der GR11, auch bekannt als „La Senda Pirenaica“, ist ein Fernwanderweg, der die spanische Seite der Pyrenäen von Ost nach West durchquert. Der GR11 erstreckt sich über ca. 820 Kilometer von Hondarribia am Atlantik bis Cap de Creus am Mittelmeer. Dabei verlangt er den Wanderern einiges an Durchhaltevermögen ab: Insgesamt geht es auf der Route über 40.000 Höhenmeter hinauf und wieder hinab. Doch jede Anstrengung lohnt sich, denn die Natur bietet grandiose Ausblicke und einzigartigen Erlebnissen.
Der GR11 führt durch einige der wildesten und unberührtesten Gebiete der Pyrenäen. Man durchquert tiefe Schluchten, wandert über endlose Hochweiden und erklimmt Pässe mit atemberaubenden Panoramablicken. Im Vergleich zum bekannteren GR10, der die französische Seite der Pyrenäen durchquert, ist der GR11 oft trockener und sonniger, da er auf der spanischen Seite verläuft.
Die meisten Wanderer benötigen zwischen 35 und 50 Tagen, um die gesamte Route zu bewältigen. Geübte Langstreckenwanderer mit leichtem Gepäck schaffen es in etwa 30 Tagen, wobei das schon sehr sportlich ist. Da wir nicht so viel Zeit hatten (und es auch nicht übertreiben wollten), suchten wir nach einer Etappe von maximal 10 Tagen, bei der Anfangs- und Endpunkt gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. So entstand unsere GR 11 Pyrenäen Wanderung, die eine perfekte Mischung aus Herausforderung, Erholung und Naturgenuss wurde.


Unsere Etappen: Tag für Tag durch die Pyrenäen
Tag 1: Anreise nach Arans
Nach unserer Ankunft in Barcelona ging es mit dem Direktbus nach Andorra la Vella nahmen. Die Busse fahren regelmäßig vom Barcelona Sants Bahnhof, Flughafen El Prat oder Estació del Nord ab und benötigen etwa 3 bis 3,5 Stunden bis in die Hauptstadt Andorras.
Nach einem kurzen Bummel und einem Kaffee in der Altstadt nahmen wir den L4-Linienbus von Andorra la Vella nach Ordino, eine etwa 30-minütige Fahrt durch eine immer bergiger werdende Landschaft. In Ordino angekommen, mussten wir noch eine kurze Strecke weiter nach Arans, unserem eigentlichen Ausgangspunkt der Wanderung. Diesen Abschnitt legten wir mit einem lokalen Taxi zurück, da es keine direkte Busverbindung gibt.
Schließlich kamen wir im Hotel Antic an, wo wir übernachteten und uns nach einem letzten Check unserer Ausrüstung riesig auf unser bevorstehendes Abenteuer der GR 11 Pyrenäen Wanderung freuten.


Tag 2: Von Arans nach Encamp
Unser erster Wandertag begann früh morgens nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel Antic. Der Weg führte uns zunächst auf einem gut begehbaren Pfad entlang eines Baches, durch dichte Wälder und kleine Lichtungen. Nach den ersten flachen Kilometern wurde es zunehmend steiler, und der Pfad schlängelte sich in Serpentinen durch den Bergwald. Bald ließen wir die Baumgrenze hinter uns und erreichten offenes Gelände mit fantastischen Ausblicken auf die umliegenden Gipfel.
Der Anstieg zum Pass Coll d’Ordino war anspruchsvoll, mit einigen steinigen Passagen, die Konzentration erforderten. Nach einer kurzen Pause am Pass, um die Aussicht zu genießen, begann der lange Abstieg nach Encamp. Der Weg war teils rutschig und führte über Geröllfelder, bevor wir wieder in grüne Wiesen und Wälder eintauchten. Nach gut sieben Stunden Gehzeit erreichten wir erschöpft, aber glücklich das Hotel Montecarlo.
Distanz: ca. 16 km
Höhenmeter: +1100 m / -1.200 m


Tag 3: Encamp – Refugi de l'Illa
Nach einer erholsamen Nacht verließen wir Encamp und folgten zunächst einer breiten Schotterstraße, die sich durch das Tal zog. Bald führte uns der GR11 auf einen schmaleren Pfad, der steil anstieg und uns durch eine alpine Landschaft mit beeindruckenden Felsformationen führte. Der Anstieg zum Estany de l’Illa war lang und fordernd, aber der Anblick des tiefblauen Bergsees entschädigte für die Anstrengung.
Nach einer kurzen Rast ging es auf einem felsigen Pfad weiter, vorbei an kleinen Wasserfällen und über karge Hochflächen. Eine wunderschöne Landschaft, die immer mal wieder einige hundert Höhenmeter für uns bereithielt. Keiner der Anstiege war besonders steil, doch in Summe dennoch recht fordernd. Am frühen Abend erreichten wir schließlich das Refugi de l’Illa, eine modern ausgestattete Berghütte auf 2.488 m Höhe. Nach einem stärkenden Abendessen genossen wir den Sonnenuntergang über den Gipfeln.
Distanz: ca. 18 km
Höhenmeter: +1400 m / -400 m



Tag 4: Refugi de l'Illa – Refugi de Malniu
Am Morgen war die Luft klar und kühl, ideal für den heutigen langen Marsch. Vorbei an ein paar kleinen Seen, überquerten wir schon bald die Grenze nach Spanien, wo uns direkt ein langer, anfangs recht steiler Abstieg erwartete. In Richtung Tal wurde der Hang immer seichter und wir wanderten über idyllische grüne Wiesen, bevor wir einen kleinen Bach überquerten und der herausfordernde Teil des Tages begann.
Uns erwartete ein ca. 3 Kilometer langer Anstieg über ca. 630 Höhenmeter bis zum Coll de Malniu. Hier waren froh, dass wir unsere Tour bereits früh am Morgen begonnen hatten und den Anstieg somit vor der Mittagshitze bewältigen konnten. Der folgende Abstieg war technisch anspruchsvoll, mit einigen steilen, steinigen Abschnitten.
Obwohl wir anschließend glaubten, das Ziel fast erreicht zu haben, zogen sich die verbleibenden ca. 5 Kilometer noch einmal ziemlich in die Länge und überraschte uns noch einmal mit zahlreichen kürzeren Auf- und Abstiegen, die es in sich hatten. Später als geplant, erreichten das Refugi de Malniu, wo wir herzlich empfangen wurden. Die rustikale, aber gemütliche Hütte bot uns ein einfaches, aber leckeres Abendessen, bevor wir früh schlafen gingen.
Distanz: ca. 16 km
Höhenmeter: +760 m / -1.100 m



Tag 5: Refugi de Malniu – Puigcerdá
Nach einer ruhigen Nacht in der Berghütte begann der Tag mit einem gemütlichen Frühstück, bevor wir uns auf den Weg nach Puigcerdá machten. Die heutige Etappe versprach weniger Höhenmeter als die vorherigen Tage, doch einen recht langen und intensiven Abstieg. Zunächst wanderten wir durch sanft abfallende Kiefernwälder und über weite Almwiesen, auf denen vereinzelt grasende Kühe standen. Bald begann der steilere Abstieg, der sich über viele Kilometer hinwegzog. Wir kamen an den markanten Felsformationen Roques Ceres und Peransalt vorbei, während sich der Weg durch eine zunehmend kargere Landschaft schlängelte.
Schließlich erreichten wir das kleine Dorf Guils de Cerdanya, wo wir eine kurze Verschnaufpause einlegten. Doch die letzte Strecke nach Puigcerdá zog sich in die Länge: Der Weg führte uns fast ausschließlich entlang einer wenig aufregenden Landstraße, vorbei an Seneja und weiteren kleinen Siedlungen. Die Sonne stand hoch am Himmel, und der Asphalt reflektierte die Hitze – ein krasser Kontrast zu den kühlen Höhenlagen der vergangenen Tage.
Am frühen Nachmittag kamen wir endlich in Puigcerdá an, einer charmanten kleinen Stadt mit gemütlichen Plätzen und hübschen Gassen. Im Hostal Fonda Prat fanden wir eine Unterkunft für die Nacht und nutzten die Gelegenheit, um uns in den Straßen treiben zu lassen, eine Erfrischung zu genießen und unsere Snack-Vorräte für die kommenden Etappen aufzustocken.
Distanz: ca. 14 km
Höhenmeter: +200 m / -1.000 m



Tag 6: Puigcerdá – Fornells de la Muntanya
Nach einer erholsamen Nacht in Puigcerdá wartete der streckenmäßig längste Tag unserer GR 11 Pyrenäen Wanderung. Zunächst führte uns der Weg auf einfachen Pfaden aus der Stadt hinaus. Wir starteten mit einem moderaten Anstieg, der uns zunächst durch sanfte Hügel und über idyllische Almwiesen führte. Der konstante, aber nicht zu steile Anstieg verlief größtenteils durch dichte Kiefernwälder. Kurz vor der „Halbzeit“ des heutigen Tages wurde der Anstieg noch einmal steiler, bis wir endlich den Coll de la Creu de Meians erreichten, den höchsten Punkt des Tages.
Wir genossen die Aussicht auf die französischen Pyrenäen, die hier nur wenige Kilometer von uns entfernt waren, und schossen ein paar Fotos am Gipfelkreuz, bevor wir den Abstieg antraten. Der Weg führte zunächst durch offenes Gelände mit spektakulären Panoramablicken, bevor wir langsam wieder in dichteren Wald eintauchten.
Die meisten Wanderer auf dem GR11 wären heute weiter bis Planoles gewandert. Da wir für diese Nacht jedoch keine Unterkunft mehr in Planoles gefunden hatten, machten wir einen kleinen Abstecher in das kleine, idyllische Bergdorf Fornells de la Muntanya. Unsere Unterkunft, Cal Pastor, war ein liebevoll restauriertes, traditionelles Haus mit einer unglaublich gemütlichen Atmosphäre, wo wir bei einem sehr leckeren Abendessen mit lokalen Spezialitäten einen weiteren Abend unserer GR 11 Pyrenäen Wanderung entspannt ausklingen ließen.
Distanz: ca. 25 km
Höhenmeter: +1.000 m / -500 m


Tag 7: Fornells de la Muntanya – Planoles
Nach den langen und anspruchsvollen Etappen der letzten Tage auf unserer GR 11 Pyrenäen Wanderung erwartete uns heute eine willkommene Verschnaufpause. Die Strecke war vergleichsweise kurz, der Höhenunterschied nur sehr gering – perfekt, um den Tag entspannt anzugehen.
Am Morgen folgten wir zunächst einer kleinen Landstraße, die uns allmählich bergauf führte. Nach einer Weile passierten wir das abgelegene Dorf Dòrria, das fast verlassen wirkte. Die alten Steinhäuser standen still in der Morgensonne, und nur wenige Anzeichen von Leben waren zu sehen. Fast wirkte es wie eine Geisterstadt.
Weiter ging es über sanfte Hügel und durch dichte Wälder, während sich unser Weg meist leicht bergab schlängelte. Die Landschaft wechselte zwischen offenen Wiesen und schattigen Abschnitten, und die Frische des Waldes machte das Gehen besonders angenehm.
Nach wenigen Stunden erreichten wir Planoles, wo wir eine kleine Rast einlegten, bevor wir weiter zu unserer Unterkunft Hotel Cruells gingen. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Erholung – mit Sonnenschein und kühlen Getränken am Pool liegend. Die wirklich schöne Unterkunft mit dem idyllischen Garten war einfach perfekt für unseren freien Nachmittag.
Distanz: ca. 10 km
Höhenmeter: +250 m / -400 m


Tag 8: Planoles – Santuari de Núria
An diesem Tag stand eine anspruchsvolle Etappe auf dem Programm, die uns durch das wilde Bergland der östlichen Pyrenäen führte. Ursprünglich wäre die Strecke über den Coll de Noufonts eine der forderndsten Abschnitte der gesamten Tour gewesen – ein langer, stetiger Anstieg mit über 1.500 Höhenmetern bis in hochalpine Regionen, gefolgt von einem steilen Abstieg ins Tal von Núria. Doch wir entschieden uns für eine alternative Route mit einer Abkürzung, die dennoch wunderschöne Landschaften und großartige Ausblicke bot.
Am Morgen wanderten wir durch das grüne Tal von Planoles auf idyllischen Pfaden durch dichte Wälder. Der Weg führte vorbei an kleinen Berghütten und folgte einer gleichmäßigen, aber ingesamt dennoch intensiven Steigung. Nach einigen Stunden erreichten wir Queralbs, ein charmantes, traditionelles Bergdorf mit steinernen Häusern und engen Gassen. Hier bot sich die Möglichkeit, den restlichen Aufstieg nach Núria entweder zu Fuß oder mit der berühmten Zahnradbahn zu bewältigen. Wir entschieden uns für den Zug und genossen die beeindruckende Fahrt durch enge Schluchten und vorbei an tosenden Wasserfällen.
In Núria fuhren wir mit der Seilbahn zum Santuari de Núria, wo wir uns für eine zusätzliche Wanderung auf den Pic de l’Àliga entschieden. Der Aufstieg war mit 3,5 km und 300 Höhenmetern kurz, aber lohnend – oben angekommen, wurden wir mit einem spektakulären Panoramablick über das gesamte Tal belohnt.
Distanz: ca. 13 km (Hauptwanderung) + 3,5 km (Zusatzwanderung)
Höhenmeter: +740 m / -710 m (+300 m bei der Zusatzwanderung)
Die vollständige Wanderung ohne Zahnradbahn hätte ca. 24 Kilometer und 1.400 Höhenmeter umfasst.


Tag 9: Santuari de Núria – Setcases
Der letzte Wandertag führte uns noch einmal durch eine spektakuläre hochalpine Landschaft und verlangte zum Abschluss einiges an Kondition. Nach dem Frühstück starteten wir mit einem kurzen Abstieg ins Tal von Núria, wo uns eine idyllische Szenerie aus grünen Almwiesen und unzähligen Kühen erwartete. Die Morgenstimmung in der abgeschiedenen Berglandschaft war einzigartig, und wir genossen die Ruhe, bevor der letzte herausfordernde Anstieg begann.
Der Aufstieg zum Pic de la Fossa del Gegant war anspruchsvoll und zog sich über steile Pfade, doch mit jedem Schritt wurde die Aussicht beeindruckender. Oben angekommen, bot sich ein atemberaubendes Panorama über die französischen Pyrenäen – ein absolute beeindruckendes Hochgebirgsszenario.
Von hier an ging es fast nur noch bergab, mit nur kleinen Anstiegen zwischendurch. Der lange Abstieg nach Setcases wurde jedoch immer mal wieder zur Herausforderung: Steile, rutschige Pfade wechselten sich mit losen Geröllfeldern ab, und die Beine wurden mit jedem Schritt schwerer. Die letzten drei Kilometer führten schließlich über eine anstrengende Straßenpassage – zäh und wenig abwechslungsreich, aber wir spürten, dass das Ziel zum Greifen nah war. Erschöpft, aber glücklich erreichten wir schließlich Setcases. Unser Abenteuer endete im Hotel La Coma, wo wir den Abend entspannt ausklingen ließen.
Distanz: ca. 21 km
Höhenmeter: +900 m / -1.750 m


Tag 10: Setcases – Barcelona
Nach den anspruchsvollen Wandertagen in den Pyrenäen war es Zeit, in die katalanische Metropole zurückzukehren. Zunächst nahmen wir den Bus von Setcases nach Ripoll, eine landschaftlich reizvolle Fahrt durch das Gebirgstal, vorbei an kleinen Dörfern und grünen Berghängen. Von Ripoll aus fuhren wir mit einem Direktbus nach Barcelona, der uns in etwa zwei Stunden zurück in die Stadt brachte.
Am Nachmittag erreichten wir Barcelona und tauchten wieder in das lebendige Stadtleben ein – ein starker Kontrast zur Stille der Berge. Damit endete unsere eindrucksvolle Wanderreise durch die Pyrenäen, voller Erinnerungen an atemberaubende Ausblicke, herausfordernde Etappen und unvergessliche Naturerlebnisse.
Praktische Tipps für deine eigene GR11-Tour
Die beste Reisezeit
Der Sommer ist ideal für eine GR 11 Pyrenäen Wanderung, besonders von Juni bis September. Im Juli und August kann es in tieferen Lagen heiß werden, aber in den Bergen bleibt es angenehm.
Vor Juni und nach September ist die Tour nicht zu empfehlen, da auf vielen höheren Pässen und Gipfeln bereits Schnee liegen kann. Einige Abschnitte des GR11 werden dann schwer passierbar oder sogar gefährlich, insbesondere auf steilen oder ausgesetzten Wegen. Zudem sind viele Berghütten außerhalb der Hauptsaison geschlossen, was die Versorgung erschwert. Wenn du den GR11 trotzdem in der Nebensaison begehen möchtest, solltest du dich gut über die aktuellen Bedingungen informieren, mit wintertauglicher Ausrüstung unterwegs sein und Erfahrung im Wandern auf verschneiten Wegen mitbringen.
Deine Ausrüstung
Gute Wanderschuhe sind auf dieser Reise Pflicht! Ich empfehle dir in jedem Fall knöchelhohe Schuhe, die dir ausreichend Halt bieten. Solltest du neue Wanderschuhe kaufen, achte darauf, sie vor der Reise gut einzulaufen. Außerdem empfehle ich dir auf jeden Fall, Trekkingstöcke mitzunehmen. Gerade auf den teilweise steilen Abstiegen werden es deine Knie dir sehr danken! Solltest du mit dem Flugzeug anreisen und nur mit Handgepäck unterwegs sein, kannst du in Barcelona welche kaufen (z.B. im Decathlon).
Wenn du in Hütten übernachtest, solltest du einen leichten Hüttenschlafsack dabei haben. Solltest du lieber zelten oder in umbewirtschafteten Refugio übernachten, empfehle ich dir einen warmen Schlafsack, da die Temperaturen in der Nacht stark abkühlen können. Außerdem empfehle ich dir, eine Trinkblase zu verwenden – sie passt gut in den Rucksack und hält dein Wasser während des Tages relativ kühl. Wähle eine Trinkblase, die mindestens 3 Liter fasst, da es unterwegs nur wenige Wasserquellen gibt.
Schwierigkeitsgrad der Tour
Einige Etappen der GR 11 Pyrenäen Wanderung sind technisch anspruchsvoll, besonders auf felsigen Pässen. Eine gute Grundkondition ist auf jeden Fall erforderlich, aber du musst für diese Tour kein Profiwanderer sein.
Vorbereitung & Navigation
Obwohl der GR11 gut markiert ist (durch eine weiß-rote Flagge, die immer wieder auf Steinen oder Bäumen hinterlegt ist) , solltest du eine GPS-App (wie z.B. Komoot) nutzen, um auf Nummer sicher zu gehen. Achte darauf, dir die Karten vor der Tour herunterzuladen, sodass sie auch offline verfügbar sind, da Handyempfang nicht überall garantiert ist. Auch auf den Hütten steht nicht immer WLAN zur Verfügung.


Mein Fazit
Diese Tour war ein absolutes Highlight. Die GR 11 Pyrenäen Wanderung bietet eine perfekte Mischung aus Herausforderung und Erholung, und die Landschaften sind einfach atemberaubend. Wer ein echtes Wander-Abenteuer sucht, ist hier genau richtig!
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